Programm zur Unterstützung der Weiterentwicklung und Umsetzung der Klimapolitik Südafrikas (CSP) - Phase IV

Das Programm unterstützt die südafrikanische Regierung, ihre Klima- und Biodiversitätspolitik zu stärken und umzusetzen. Es trägt dazu bei, den Übergang zu einer kohlenstofffreien Wirtschaft und einer klimaresistenten Gesellschaft gemäß der Vision 2050 auf gerechte Weise zu vollziehen. Das Vorhaben stützt sich auf drei Säulen, die für die langfristige Wirkung entscheidend sein werden. Zum einen unterstützt es die institutionelle Planung und Entwicklung sowie die Weiterentwicklung und Operationalisierung der wichtigsten Klimaschutzpolitiken. Zum anderen trägt das Projekt dazu bei, die Umsetzung von Maßnahmen gegen den Klimawandel vor Ort zu ermöglichen. Es unterstützt dazu die Projektvorbereitung und Klimafinanzierungsaspekte auf nationaler, subnationaler und privatwirtschaftlicher Ebene. Des Weiteren ist das Projekt als Schnittstelle für IKI-Projekte aktiv, um den Wissensaustausch zu erleichtern und Kooperationen anzustoßen.

Projektdaten

Länder
Südafrika
IKI Förderung
10.000.000,00 €
Laufzeit
01/2022 bis 12/2026
Status
laufend
Durchführungs -organisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Politischer Partner
  • Department of Forestry, Fisheries and the Environment (DFFE) - South Africa
Durchführungspartner
  • Indalo Inclusive
  • National Business Initiative - South Africa
  • South African Institute of International Affairs (SAIIA)
  • South African National Biodiversity Institute

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Es wurde eine Online-Schulungsplattform für das „Green Book“ entwickelt. Die Plattform bietet über 10 Module für kommunale Mitarbeitende zu zentralen Themen wie Verwundbarkeit, Klimawandel, Anpassung und Mainstreaming sowie zur Integration der entwickelten Klimamaßnahmen in kommunale Aufgaben. Nach Abschluss der Module und kurzer Tests erhalten die Teilnehmenden ein offizielles Zertifikat.
  • Der Nationale Klimaanpassungs-Reaktionsplan für den Gesundheitssektor als Teil der übergeordneten National Adaptation Response Policy wurde fertiggestellt und an das Nationale Gesundheitsministerium übergeben. Das endgültige Regierungsdokument legt eine umfassende Strategie zur Bewältigung klimawandelbedingter Auswirkungen auf den Gesundheitssektor bis 2050 dar.
  • Das Department of Forestry, Fisheries and the Environment (DFFE) hat den ersten Entwurf des Nationalen Gender-Aktionsplans zum Klimawandel, der mit Unterstützung des Projekts entwickelt wurde, genehmigt. Ziel des Plans ist es, Klimaschutzmaßnahmen wirksamer und gerechter zu gestalten, indem Geschlechteraspekte in Politiken, Programme und Finanzierungsmechanismen integriert werden. So wird sichergestellt, dass Anpassungs- und Minderungsmaßnahmen inklusiv sind, vulnerable Gruppen schützen und konkrete Vorteile schaffen, etwa sicherere Lebensgrundlagen, bessere Dienstleistungen und stärkere Beteiligung an Entscheidungsprozessen.
  • Phase 6 des Local Government Climate Change Support Programme startete im November 2025. Das Programm unterstützt Distriktgemeinden dabei, Klimawandel in ihre Planungen zu integrieren und von Konzepten zu konkreten Investitionen überzugehen. Aufbauend auf Phase 5, in der vier Projektvorschläge entwickelt wurden, werden in Phase 6 neun weitere Distriktgemeinden unterstützt. Der Fokus liegt dabei auf Finanzierung und Umsetzung durch den Ausbau von Kompetenzen im Bereich Klimafinanzierung sowie durch Unterstützung je einer Kommune pro Provinz, eine bestehende Projektidee in einen vollständig durchgerechneten, bankfähigen Vorschlag mit klarer Klimabegründung zu überführen. Die Vorschläge verknüpfen Anpassung, Emissionsminderung und grüne Wirtschaftseffekte und priorisieren Landnutzung/-management, Energie und Wasser.
  • Das Projekt unterstützte direkt die Entwicklung zentraler Instrumente für Biodiversität und zur Anpassung von Ökosystemen, die Südafrikas NBSAP informieren und stärken. Dazu gehörten fachliche Leitung und analytische Unterstützung für den zweiten Anpassungsplan des Biodiversitätssektors an den Klimawandel, eine Strategie für ökosystembasierte Anpassung, biome-spezifische Umsetzungspläne sowie sozioökonomische Wirkungsanalysen. Diese Ergebnisse verbesserten die Evidenzbasis, Umsetzbarkeit und Ambition von Anpassungsmaßnahmen im Biodiversitätsbereich.
  • Der IKI-Workshop ist eine zentrale Veranstaltung des Jahres, die die IKI-Community zusammenbringt und eine Netzwerkplattform für alle IKI-Projekte in Südafrika bietet, um nachhaltige Partnerschaften zu fördern. Der 8. Vernetzungsworkshop fand im März 2025 statt.
  • Nach der Lieferung von Ausrüstung und der vollständigen Installation von Tröpfchenbewässerungssystemen und Turmgärten wurden Schulungen zur klimaresilienten Landwirtschaft in den Provinzen Limpopo, Free State und KwaZulu-Natal durchgeführt. Am 4. und 5. Februar 2025 fand in Giyani, Limpopo, eine Lernveranstaltung zur klimaresilienten Landwirtschaft statt, um Projektergebnisse zu präsentieren und den Wissensaustausch zwischen der Provinzregierung, Gemeinden sowie Landwirtinnen und Landwirten zu fördern. Themen waren die Nutzung von Regen- und Grauwasser sowie Ernährungssicherheit. Die Begünstigten erhielten zudem Schulungshandbücher auf Englisch und Xitsonga, um die Turmgärten und Regenwassernutzungssysteme eigenständig aufzubauen und instand zu halten.
  • CSP unterstützte Youth@SAIIA (den jugendgeführten Teil des South African Institute for International Affairs) bei mehreren Veranstaltungen: Beim zweitägigen COP29 Youth Dialogue & Climate Negotiations Workshop (25.–27. Oktober 2024) wurden junge Menschen in Klimaverhandlungen geschult und arbeiteten an der COP29-Jugenderklärung. Zudem wurde eine „Climate Careers Session“ gefördert, um junge Menschen mit Klima-Fachleuten zu vernetzen und Karrierechancen im Klimabereich zu schaffen. Weiterhin wurde die SA YCAP Roadshow unterstützt, die junge Menschen über Klimapolitik aufklärte, Räume für lokale Umweltcharta-Diskussionen schuf und sie befähigte, selbst Klimapolitik zu gestalten und sich im Umweltaktivismus zu engagieren.
  • Für 22 vorrangige Siedlungsgebiete und Wohnungsbauentwicklungsflächen (PHSHDA) sowie zwei Städte in den Provinzen Eastern Cape, Limpopo, North-West, KwaZulu-Natal, Northern Cape und Mpumalanga wurden Klimarisikoprofile und Klimaaktionspläne erstellt. Diese Maßnahme war Teil der Umsetzung des Nationalen Anpassungsplans für den Wohnungsbau, der darauf abzielt, die Kapazitäten der Kommunen zu stärken und die Gefährdung durch hydrometeorologische Risiken sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf menschliche Siedlungen in Südafrika zu verringern.

Letzte Aktualisierung:
06/2026

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Meldungen zum Projekt

26.07.2024

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