27.10.2017

Weltweite Förderung nachhaltiger Kühltechnologien

Diskussion im GCI-Netzwerk (von links nach rechts): Daniel de Graaf (UBA), Philipp Denzinger (GIZ), Nicole Müller (GIZ), Joseph Baffoe (EPA Ghana), Jürgen Süß (efficient energy); Foto: GIZ/Proklima.
Diskussion im GCI-Netzwerk (von links nach rechts): Daniel de Graaf (UBA), Philipp Denzinger (GIZ), Nicole Müller (GIZ), Joseph Baffoe (EPA Ghana), Jürgen Süß (efficient energy); Foto: GIZ/Proklima.

Teilnehmer aus 17 Ländern kamen in Berlin zur Green Cooling Week 2017 zusammen, um sich über aktuelle Trends bei umweltfreundlichen Kühltechnologien auszutauschen.

Vom 25. bis 29. September fand in Berlin die Green Cooling Week 2017 statt, die von der Green Cooling Initiative (GCI) ausgerichtet wurde. Auf der Veranstaltung hatten 40 Experten aus 17 verschiedenen Ländern Gelegenheit, sich über die neuesten umweltfreundlichen Kühltechnologien auszutauschen und gemeinsam neue Möglichkeiten zur weltweiten Nutzung, Verbreitung und Förderung von umweltfreundlicher Kühllösungen zu entwickeln.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Design Thinking-Workshop, eine nutzerorientierte Methodik zur Entwicklung innovativer Lösungen für praktische Probleme. Die Teilnehmenden standen dabei im Mittelpunkt des Entwurfsprozesses und suchten nach alternativen, nachhaltigen Kühltechnologien, die sich in Entwicklungsländern sinnvoll einsetzen lassen. Die verschiedenen Teilnehmergruppen entwickelten u. a. innovative Zertifizierungskonzepte und flexible Förderinstrumente zum Beispiel eine mobile Fortbildungseinrichtung auf einem Fahrzeug und machten sich Gedanken darüber, wie sich neue Politiken so gestalten lassen, dass sie den Bedürfnissen der Begünstigten gerecht werden. Dadurch gelang es den Teilnehmenden, ausgetretene Pfade zu verlassen und neue Ideen zur Förderung von umweltfreundlichen Kühltechnologien mit nach Hause zu nehmen.

Arbeit an Prototypen während des Design Thinking-Workshop; Foto: GIZ/Proklima

Zu Beginn der Woche besuchten die Teilnehmenden die Konferenz ATMOsphere Europe 2017, auf der es um aktuelle Trends beim Einsatz von natürlichen Kühlmitteln wie Ammoniak, CO2 und Propan in Lösungen für den Massenmarkt ging. Die GCI stellte eine Fallstudie vor, die sich mit der Notwendigkeit befasste, internationale Sicherheitsstandards für Kohlenwasserstoffe zu entwickeln, die als Kühlmittel in kommerziellen Kühl- und Klimaanlagen eingesetzt werden. Zwar nimmt das Interesse an der Nutzung von Kohlenwasserstoffen in kommerziellen Kühl- und Klimaanlagen zu, doch wird die Markt- und Produktentwicklung durch die in verschiedenen Produktsicherheitsstandards festgeschriebenen Beschränkungen in Bezug auf die Kältemittel gebremst.  Diese Beschränkungen beziehen sich auf die Raumfläche, die Höhe der Kühl- oder Klimaanlage und die zulässige Menge des entflammbaren Kältemittels. Dadurch ist es in vielen Fällen nicht möglich, die für die Kühlung eines gegebenen Raums notwendige Kältemittelmenge einzusetzen. Die Fallstudie bot einen Überblick über verschiedene überarbeitete Sicherheitsstandards, die eingereicht wurden und in Kürze vom Europäischen Komitee für elektrotechnische Normung (CENELEC) verabschiedet werden sollen.

Schließlich erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer Exkursion während der Green Cooling Week Einblick in den aktuellen Stand der Kühltechnik und sich konnten Adsorptionskältemaschinen näher ansehen, die Kälte erzeugen und dafür Wärme als Energiequelle nutzen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Design Thinking-Workshops; Foto: GIZ/Proklima.

Bei der GCI handelt es sich um ein internationales Projekt, das von der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) des Bundesumweltministeriums (BMUB) finanziert und von dem GIZ-Projekt Proklima umgesetzt wird. Das Projekt unterstützt die Entwicklung effizienter Prozesse und Strukturen im Sektor Kühlung und Klimatisierung und beschleunigt den Transfer von emissionsarmen Technologien in Entwicklungsländer. Zu diesem Zweck haben die Partner ein Green Cooling-Netzwerk ins Leben gerufen, das die Zusammenarbeit zwischen den Entwicklern und Nutzern von Technologien in Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern fördert.

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Kontakt

IKI Office
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Stresemannstraße 69-71

10963 Berlin

iki-office@z-u-g.org

Videos zum Projekt

Foto: DW

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