Das IKI-Jahr 2025

Ein Überblick über wichtige Highlights des IKI-Jahres 2025.

Vier Personen mit Hüten stehen hinter den Buchstaben "IKI" und der Zahl "2025", umgeben von grafischen Elementen wie Pflanzen, einem Solarpanel, einem Vogel und einem Schmetterling

Von neuer Bundesregierung bis zu neu strukturierten Förderinstrumenten – die IKI schärfte im vergangenen Jahr ihr Profil für eine erfolgreiche Zusammenarbeit für den Schutz von Klima und Biodiversität.

Nach der vorgezogenen Bundestagswahl nahm im Mai 2025 die neue Regierung ihre Arbeit auf. Die damit einhergehende Neustrukturierung der Ministerien betraf auch die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI). Seit Mitte 2025 ist sie federführend im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) angesiedelt. Das Auswärtige Amt (AA) ist weiterhin an der IKI beteiligt und betreut eigenständig Projekte. Die Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH betreut weiterhin als Projektträgerin für das BMUKN die IKI.

Veränderungen gab es auch bei den IKI-Förderinstrumenten. Um internationale Bedarfe beim Klima- und Biodiversitätsschutz gezielter zu adressieren und die IKI-Förderung zu vereinheitlichen, stellte die IKI das Förderinstrument IKI Compete neu auf. Die bisherigen Themen- und Ländercalls wurden in den 2025 gestarteten jährlichen IKI Large Grants (ILG) zusammengeführt. 

Mit der COP30 in Belém, Brasilien, fand seit längerer Zeit eine Weltklimakonferenz wieder in einem IKI-Schwerpunktland statt. Brasilien, eines der wichtigsten Partnerländer der IKI, beherbergt einzigartige und lebenswichtige Ökosysteme, wie den Regenwald des Amazonasbeckens und den Atlantischen Regenwald. Das Land verfügt außerdem über ein enormes Potenzial für erneuerbare Energien: Derzeit stammen rund 80 Prozent seiner Stromerzeugung aus regenerativen Quellen.

Entsprechend vielfältig ist auch die IKI-Arbeit im Land. Dabei ist mit Blick auf die COP30 die Beteiligung mehrerer IKI-Projekte an der Ausarbeitung des Nationalen Klimaplans Brasiliens (Plano Clima) sowie sektoraler Klimaschutzpläne und Anpassungspläne hervorzuheben – allen voran das Schnittstellenprojekt der IKI in Brasilien „Programm Klimapolitik Brasilien II (PoMuC II)“.

Darüber hinaus unterstützte die IKI gezielt Initiativen, die die inhaltliche und politische Ambition der COP30 unmittelbar gestärkt haben. Das ANDUS-Projekt förderte die Umsetzung und strategische Nutzung der Coalition for High Ambition Multilevel Partnerships (CHAMP). Das Climate Diplomacy Action Programme (CDAP) unterstützte das Just Transition Work Programme bei der Entwicklung des Just Transition Compass, der auf der COP30 vorgestellt wurde.

IKI-Projekte unterstützten zudem den Global Ethical Stocktake (GES) bei ausgewählten Veranstaltungen und bereiteten die Auswertung der Lernerfahrungen für zukünftige COP-Präsidentschaften auf. Der GES war eine Initiative der brasilianischen COP-Präsidentschaft. Er ergänzt den auf dem Pariser Klimaschutzabkommen ins Leben gerufenen Global Stocktake und bringt ethische Aspekte in die Klimaverhandlungen ein. 

Artikel über die Projektarbeit in Brasilien

Gruppenfoto von etwa 80 Personen, die vor einem großen Baum stehen. Die Menschen sind in verschiedenen Farben gekleidet und strahlen eine freundliche Atmosphäre aus. Im Hintergrund ist ein modernes Gebäude mit roten Akzenten zu sehen. Es ist sonnig, und die Szene vermittelt eine positive, professionelle Stimmung.
10.10.2025

Brasiliens Weg zur COP30 und darüber hinaus

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Blick auf die brasilianische Stadt Santos, im Vordergrund Gebäude, im Hintergrund Berge.
16.10.2025

Klimaanpassung in Brasilien: Vom nationalen Rahmen zur lokalen Umsetzung

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Indigene Menschen in Brasilien bei einem Tanz, fotografiert von hinten
24.10.2025

Forest Guardians: Indigene Gemeinschaften schützen Brasiliens Wälder und das Klima

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Korallenriff in Brasilien
22.10.2025

Brasilien stärkt seinen Ozeanschutz

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28.10.2025

Bildung, Biodiversitäts- und Klimaschutz verknüpfen

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Eine Person fährt auf einem Fahrrad auf einem Zebrastreifen, während zwei Personen in Sportbekleidung zu Fuß gehen. Die Radfahrerin trägt eine Jeansjacke und schwarze Hosen, während die Fußgänger kurze Sporthosen und T-Shirts tragen.
14.10.2025

Digitalisierung bringt Verkehrspolitiken für Fuß- und Radverkehr in Brasilien voran

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Für die IKI war die COP30 ein Höhepunkt des Jahres 2025. Bundesumweltminister Carsten Schneider eröffnete auf dem IKI High Level Event im deutschen COP-Pavillon die neue IKI-Förderrunde mit drei IKI Calls. Die Veranstaltung fand im German Climate Pavilion statt, in dem auch die Gewinnerfotos des IKI-Fotowettbewerbs 2025 während der gesamten COP30 gezeigt wurden. Ebenfalls gestartet wurde der neue Call der von der IKI mitfinanzierten Mitigation Action Facility mit den Schwerpunkten auf Umsetzungsprojekten in den Bereichen Industrie, Transport und Energie. Ein inhaltlicher Fokus lag zudem auf der Dekarbonisierung der Industrie als zentralem Hebel für ambitionierten Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit, sichtbar etwa durch ein Investitions-Statement zur Industrietransformation sowie neue Kooperationen mit Mexiko und Brasilien. Natürlich fand auch der bewährte IKI-Netzwerkabend in Belém statt. Er bot über 130 Teilnehmenden in einzigartiger Atmosphäre Möglichkeiten, sich auszutauschen und Netzwerke zu stärken. 

Bundesumweltminister Carsten Schneider gibt Startschuss für drei neue Förderrunden der IKI.

Inhaltlich bestätigte die COP30, dass die IKI mit vielen ihrer Themen am Puls des Klima- und Biodiversitätsschutzes arbeitet. Die Vertreter*innen der IKI-Ministerien erfuhren auf Side Events und bilateralen Gesprächen große Zustimmung zu und Interesse an den Themen und Förderinstrumenten der IKI. Die COP30 zeigte zudem, dass Deutschland mit der IKI Impulse zur Beschleunigung eines ambitionierten Klimaschutzes setzt. Besonders hervorgehoben werden können dabei die NDC-Unterstützung, Energiewende, Dekarbonisierung der Industrie, Anpassung, Waldschutz und die Mobilisierung von Privatsektorfinanzierung.

Die CBD COP 16 konnte im Herbst 2024 im kolumbianischen Cali wichtige Beschlüsse unter anderem zum Zusammenhang zwischen Klima und Biodiversität, zur Etablierung eines neuen Gremiums für indigene Völker und lokale Gemeinschaften oder auch zur Etablierung des Cali-Fonds treffen. Da der Abschluss der Konferenz mangels ausreichenden Quorums vertagt werden musste, wurde sie Ende Februar 2025 in Rom, Italien, fortgesetzt und mit weiteren wichtigen Entscheidungen, wie zur Ressourcenmobilisierung und hinsichtlich eines Fahrplans zur Überprüfung der Fortschritte bei der Umsetzung des GBF, erfolgreich abgeschlossen. Mit diesen Sitzungen einigten sich die Vertragsstaaten des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) auf zentrale Beschlüsse für die Umsetzung des Globalen Biodiversitätsrahmens von Kunming-Montreal (Global Biodiversity Framework, GBF). Die IKI unterstützt Partnerländer bei der Umsetzung ihrer nationalen Biodiversitätsstrategien und Aktionspläne (NBSAP) bspw. durch den Matchmaking-Mechanismus der NBSAP Accelerator Partnerschaft, aber auch direkt mit gemeinsamen Projekten zu spezifischen Themen. Die Entscheidungen der CBD COP 16 spiegeln sich auch im Jahr 2025 in den Ausschreibungen der IKI Calls wider. So sucht die IKI nach Projektideen im Klima-Biodiversitätsnexus, zur Einbindung von indigenen Völkern und lokalen Gemeinschaften (IPLCs) sowie zur Mobilisierung von Mitteln für den Biodiversitätsschutz.

Das folgende Kapitel bietet einen kompakten Überblick über einige wichtige Schwerpunkte der IKI-Aktivitäten des Jahres 2025. Sie stellen nicht alle Förderaktivitäten der IKI dar. Einen Überblick über alle IKI-Förderbereiche gibt es auf der Übersichtsseite der IKI-Förderprioritäten.

Finanzierung der sozial-ökologischen Transformation

Ein Schwerpunkt der IKI-Arbeit lag darin, höhere Investitionen in klima- und biodiversitätsfreundliche Wirtschaftszweige zu ermöglichen und private Mittel zu hebeln.

Mehr lesen zum Themenschwerpunkt „Finanzierung der sozial-ökologischen Transformation“.

Unterstützung ehrgeiziger NDCs und ihrer Umsetzung

Zur Minderung der globalen Treibhausgasemissionen arbeitete die IKI im Jahr 2025 daran, klimafreundliche Energiegewinnung und Industrieprozesse voranzutreiben.

Mehr lesen zum Themenschwerpunkt „Unterstützung ehrgeiziger NDCs und ihrer Umsetzung“.

Sozialgerechte Energiewende & Dekarbonisierung der Industrie

Zur Minderung der globalen Treibhausgasemissionen arbeitete die IKI im Jahr 2025 daran, klimafreundliche Energiegewinnung und Industrieprozesse voranzutreiben.

Mehr lesen zum Themenschwerpunkt „Sozialgerechte Energiewende & Dekarbonisierung der Industrie“.

Synergien im Klima- und Biodiversitätsschutz

Klima- und Biodiversitätsschutz ergänzen sich in vielen Bereichen. Diese Synergien zu heben, war ein Schwerpunkt in der Arbeit der IKI im Jahr 2025.

Mehr lesen zum Themenschwerpunkt „Synergien im Klima- und Biodiversitätsschutz“.

Anpassung an die Folgen des Klimawandels

Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist unabdingbar. Die IKI unterstützte mit ihrer Arbeit im Jahr 2025 besonders gefährdete Länder und Regionen.

Mehr zum Themenschwerpunkt „Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ lesen.

10 Jahre Nachhaltige Stadtentwicklung in der IKI

Seit zehn Jahren arbeitet die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) mit ihren Partnerländern daran, eine nachhaltige Entwicklung in Städten zu ermöglichen. Bis heute spielt das Thema in der IKI-Förderung eine wichtige Rolle.  

Mehr über das Thema „Nachhaltige Stadtentwicklung“ lesen.

IKI-Jahresbericht 2025

Dieser Beitrag ist Teil des IKI-Jahresberichts 2025.

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