Cooling Programm für das südliche Afrika
Die Zahl der Klimaanlagen in der Region der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrikas (SADC) wird bis 2030 von 5,4 auf ca. 17,7 Millionen steigen. Klima- und Energieplanungen der SADC-Länder sehen die Minderung von Treibhausgasemissionen und Verbesserungen der Energieeffizienz im Kältesektor vor. Höhere Kosten von Klimaanlagen und die Nichtverfügbarkeit von Klimaanlagen mit natürlichen Kältemitteln bilden die Hauptbarrieren für eine Sektor-Transformation. Das Projekt entwickelt ein implementierungsreifes Förderprogramm und setzt es in den Partnerländern bis zum Ende der Projektlaufzeit um. Dabei geht es darum, Energieeffizienz-Mindestnormen (MEPS) sowie Energielabels für Klimaanlagen zu etablieren, ein Programm zum Austausch von Klimaanlagen mit natürlichen Kältemitteln umzusetzen sowie ein Kohlenstoff-Finanzierungsinstrument, das die Kohlenstofffinanzierung gemäß Artikel 6 des Pariser Abkommens berücksichtigt, zu einzuführen.
- Länder
- Botsuana, Namibia, Südafrika, Eswatini
- IKI Förderung
- 7.000.000,00 €
- Laufzeit
- 12/2021 bis 12/2027
- Status
- laufend
- Durchführungs -organisation
- Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
- Politischer Partner
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- Department of Forestry, Fisheries and the Environment (DFFE) - South Africa
- Ministry of Environment, Forestry and Tourism - Namibia
- Ministry of Minerals and Energy - Botswana
- Ministry of Tourism and Environmental Affairs - Eswatini
- Durchführungspartner
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- China Household Electrical Appliance Association (CHEAA)
Stand der Umsetzung/Ergebnisse
- Für alle Partnerländer wurde das Mitigation Activity Design Document (MADD) während der Durchführung des Projekts erstellt und diskutiert. GIZ und TÜV Nord arbeiten derzeit an der Validierung der MADDs. Die Projektpartner sind nun dafür zuständig, relevante Interessengruppen in die Vorbereitung der Aktivitäten zum Aufbau von Art. 6 einzubeziehen.
- Als eine der Schulungsaktivitäten des Projekts wurden Art. 6-Schulungen für Projektbeteiligte in Namibia und Botswana durchgeführt. In Eswatini ist für das zweite Halbjahr 2026 ein Training zu Art. 6 und eine Diskussion zu Rahmenbedingungen von Kohlenstoffmärkten geplant.
- Ein Austausch mit nationalen Normungsinstitutionen über die Nationalisierung der regionalen „Southern African Development Community“ Mindestanforderungen an die Energieeffizienz für Klimaanlagen hat stattgefunden. Finale Versionen der Mindestanforderungen wurden in Botswana und Namibia veröffentlicht.
- In einem Schulungszentrum in Eswatini wurde eine Schulung zum sicheren Umgang mit Klimaanlagen mit natürlichen Kältemitteln (insbesondere R290, Propan) durchgeführt. Darüber hinaus wurden in Namibia neun R290-Schulungen durchgeführt.
- Auf der Innovate4Climate (I4C) Konferenz der Weltbank im September 2024 wurde ein Workshop zum Thema Kälte- und Klimaanlagen und Artikel 6 durchgeführt. Der Workshop wurde gemeinsam mit dem deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und dem Global Green Growth Institute (GGGI) durchgeführt (www.innovate4climate.com).
- Das Projekt hat 26 umwelt- und klimafreundliche Klimaanlagen sowie Werkzeug und Ausrüstung an die „National Ozone Units“ (NOUs) und Schulungszentren in Namibia gespendet. Außerdem wurden 13 energieeffiziente Klimaanlagen, die das natürliche Kältemittel R290 nutzen, an die NOU und Trainingszentren in Eswatini gespendet.
- Im Mai 2023 und Juni 2024 fanden Schulungen für politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger statt (in Deutschland), die für die Mitarbeitenden der „Nationale Ozone Units“ der Partnerländer angeboten wurden. Außerdem würde Kältetechnikerinnen geschult (im Oktober 2022 sowie September 2025, siehe auch www.cool-training.org).
- Während der COP28 führte das Projekt ein Side-Event zu grünen Klimaanlagen und Artikel 6 durch, bei dem ausgewählte politische Partner die bisher gesammelten Erfahrungen zu diesem Thema teilten.
- In Botswana fand im September 2023 mit Vertreterinnen und Vertretern der vier Partnerländer ein regionaler Projektplanungsworkshop statt.
- Vertretende der NOUs der Partnerländer nahmen an der Tagung des Global Green Cooling Network im Juli 2022 in Bangkok, Thailand, teil, die im Anschluss an das 44. offene Arbeitsgruppentreffen (OEWG) des Montrealer Protokolls stattfand.
- Das Projekt arbeitet daran, Kontakt zwischen nicht-afrikanischen Herstellern von umweltfreundlichen Klimaanlagen und Vertriebsagenten aus dem südlichen Afrika herzustellen, um den Import von klimafreundlichen Klimaanlagen zu initiieren.
- Eine Sammlung und Analyse von Daten über den aktuellen Bestand an Klimaanlagen und die damit verbundene Energieeffizienz für die Entwicklung der Treibhausgas-Basisdaten, sowie über verfügbare umweltfreundliche Klimaanlagen (Effizienz, Kosten usw.) wurde durch das Projekt durchgeführt. Der Status quo in Bezug auf relevante Vorschriften, Politik, Sicherheitsstandards, Ausbildungsinstitute, Lehrpläne, Zertifizierung usw. in den Partnerländern wurde analyisiert.
Letzte Aktualisierung:
06/2026
Weiterführende Links
- Website: GIZ Proklima Projektcluster (EN, FR)
- Online Course: Cooling Carbon Markets (EN)
- Bericht: Innovate4Climate Workshop (EN)
- Bericht: Namibian Training Centers Receive RAC Tools and Equipment (EN)
- Video: Women Paving their way through the Refrigeration Sector in Eswatini and South Africa (EN)
- Bericht: Report: Regional Workshop of the Cooling Program for Southern Africa in Botswana (EN)
Relationen zum Projekt
Legende:
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