Förderung entwaldungs- und umwandlungsfreier Lieferketten von Agrarrohstoffen in Lateinamerika

Entwaldung ist eine der Hauptursachen für den Klimawandel und den weltweiten Verlust an biologischer Vielfalt, was vor allem mit der Produktion bestimmter Agrarrohstoffe für den Weltmarkt zusammenhängt. Als einer der Hauptabnehmer dieser Rohstoffe ist die EU bestrebt, die Entwaldung und die Bodendegradation in den globalen landwirtschaftlichen Lieferketten zu minimieren. Mit dem Inkrafttreten der EU-Entwaldungsverordnung müssen Importeure wichtiger Agrarprodukte in die EU nachweisen, dass diese nicht zur Entwaldung beigetragen haben. Um die Anforderungen an Legalität, Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit zu erfüllen, unterstützt das Projekt die Akteure der Lieferkette in vier lateinamerikanischen Ländern bei der Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen, beim Ausbau ihrer Kompetenzen, um innovative Überwachungs- und Rückverfolgbarkeitsansätze anzuwenden, bei der Mobilisierung finanzieller Ressourcen sowie beim regionalen und globalen Erfahrungs- und Wissensaustausch.

Projektdaten

Länder
Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Honduras
IKI Förderung
20.000.000,00 €
Laufzeit
03/2024 bis 12/2030
Status
laufend
Durchführungs -organisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Politischer Partner
  • Ministry of Agriculture, Livestock and Food Supply (MAPA) - Brazil
  • Ministry of Agriculture and Rural Development - Colombia
  • Ministry of Rural Development and Lands (MDRyT) - Bolivia
  • Secretariat for Agriculture and Livestock - Honduras
Durchführungspartner
  • Fundación Solidaridad Latinoamericana ‘Solidaridad’
  • World Wide Fund for Nature (WWF) - Germany

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • In der Vorbereitungsphase wurden im Rahmen von Ländermissionen in die vier Partnerländer Bolivien, Honduras, Kolumbien und Brasilien Akteur*innen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene konsultiert. Auf Grundlage der in den Ziellieferketten ermittelten Bedarfe wurden daraufhin konkrete Interventionsregionen festgelegt und maßgeschneiderte Maßnahmenpakete entwickelt.
  • Am 19. November 2025 gaben die Durchführungsorganisationen und -partner GIZ, WWF und Solidaridad auf der UN-Klimakonferenz in Belém im Rahmen der Nebenveranstaltung „Building bridges between sustainability, inclusion, and the market: the role of socio-environmental indices in family farming“ die Beauftragung des Projekts bekannt.
  • Mehrere Studien des Projekts befassten sich mit zentralen Datenlücken: eine Marktanalyse für Deutschland und die EU; eine Analyse wirksamer „sustainable concern“-Mechanismen im Rahmen der EUDR; eine Bestandsaufnahme bestehender Ansätze und digitaler Plattformen für entwaldungs- und umwandlungsfreie (DCF) Wertschöpfungsketten; sowie eine Bewertung der digitalen Infrastruktur und der Rückverfolgbarkeit in den vier Umsetzungsländern.
  • Ein Monitoring & Evaluation (M&E) System wurde eingerichtet, einschließlich der Aktualisierung und umfassenden Bewertung zuvor erhobener Daten, um die Ausgangswerte, Indikator-Definitionen und Datenqualitätsstandards für die Umsetzungsphase abzustimmen.

Letzte Aktualisierung:
04/2026

Legende:

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