Wiederaufbau von Waldlandschaften in Zentralamerika und der Karibik und Umsetzung des Grünen Entwicklungsfonds für Zentralamerika (REDD Landscape)

Auf der relativ kleinen Fläche Zentralamerikas leben rund acht Prozent aller bekannten Arten weltweit. Durch Abholzung, Bodendegradierung und landwirtschaftliche Nutzung können Wälder ihre Funktionen für den Wasserhaushalt, den Bodenschutz und die Artenvielfalt nicht mehr erfüllen. Das Projekt unterstützt mindestens vier Länder des Zentralamerikanischen Integrationssystems (SICA), Umsetzungs- und Finanzierungsmechanismen für FLR aufzubauen, weiterzuentwickeln und durchzuführen. Dazu werden nationale Strategien, Instrumente und Bestimmungen eingeführt, gesetzlich verankert und umgesetzt. Der in das Programm integrierte Grüne Entwicklungsfonds stellt Projektmittel zur Verfügung und finanziert FLR-Pilotprojekte auf Landschaftsebene. Ergänzend wirbt das Projekt öffentliche und private Investitionen ein. Das Vorhaben unterstützt außerdem die CCAD dabei, die Bonn Challenge Initiative im Karibikraum zu verbreiten.

Projektdaten

Länder
Belize, Costa Rica, Kuba, Dominikanische Republik (Dom Rep), El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Panama
IKI Förderung
10.620.000,00 €
Laufzeit
08/2017 bis 08/2023
Status
laufend
Durchführungs -organisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Politischer Partner
  • Central American Integration System (SICA)
Durchführungspartner
  • Indigener Rat Zentralamerikas (Consejo Indígena de Centroamérica – CICA)
  • Koordinierende Vereinigung Indigener- und der Landbevölkerung Agroforstwirtschaftlicher Gemeinden Zentralamerikas (Asociación Coordinadora Indígena y Campesina de Agroforestería Comunitaria Centroamericana – ACICAFOC)
  • Ministry of Environment and Energy (MINAE) - Costa Rica
  • Ministry of Environment and Natural Resources (MARN) - El Salvador
  • Ministry of Environment and Natural Resources (MARN) - Guatemala
  • Ministry of Environment and Natural Resources - Dominican Republic

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt unterstützt die Umsetzung der Bonn Challenge, einer internationalen Initiative zur Wiederherstellung von wald- und baumreichen Landschaften (FLR), in der zentralamerikanischen und karibischen Region.
  • Am 3. und 4. März 2022 stellten die Dominikanische Republik und Belize während der Veranstaltung „Restoring the Caribbean - building resilience against climate change“ in Santo Domingo die Ergebnisse der Umsetzung von ROAM (Restoration Opportunity Assessment Methodology) vor und tauschten sich mit den karibischen Inselstaaten und Institutionen zur Wiederherstellung von Landschaften, u. a. mit dem Ansatz Ridge-to-Reef aus. Belize stellte die neue Nationale Strategie zur Wiederherstellung von Landschaften vor.
  • Die vier Pilotprojekte des Vorhabens in Costa Rica, El Salvador, Guatemala und der Dominikanischen Republik wurden erfolgreich im ersten Quartal 2022 abgeschlossen. Es wurden insgesamt über 3000 ha Fläche wiederhergestellt bzw. geschützt und über 150 Landnutzende direkt bei FLR-Aktivitäten auf ihrem Land unterstützt, die dadurch ihre Produktion und/oder ihr Einkommen verbessern konnten.
  • In der Dominikanischen Republik unterschrieben das staatliche Unternehmen für Wasserkraft (EGEHID), das Ministerium für Umwelt und Natürliche Ressourcen und die Mission der dominikanischen Ordensschwestern von Monteils (die Durchführungsorganisation des Pilotprojekts) eine Vereinbarung zur weiteren Kooperation und Bereitstellung zusätzlicher Mittel für weitere Wiederherstellungsaktivitäten im Wassereinzugsgebiet des Flusses Los Baos in Vallejuelo.
  • Die regionale Bonn-Challenge-Konferenz 2021 fand erstmals virtuell statt und wurde von Costa Rica vom 28. bis 30. Juli 2021 ausgerichtet. Honduras verkündete die Erhöhung seines Pledge auf 1,3 Mio ha und Belize schloss sich mit einem Pledge von 130.000 ha offiziell der Bonn Challenge an.
  • Trotz pandemiebedingter Einschränkungen konnten die Projekte des „Grünen Entwicklungsfonds für die Region SICA“ zur Wiederherstellung von Ökosystemen in sieben Ländern (El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Costa Rica, Panama, Dominikanische Republik) ihre Feldaktivitäten beginnen und bereits relevante Wirkungen erzielen: 1500 Landnutzende wurden bei Wiederherstellungsaktivitäten auf ihrem Land (Agroforstsysteme, silvopastorile Systeme) und mindestens 1350 Menschen im ländlichen Raum durch Cash for Work-Maßnahmen wirtschaftlich unterstützt sowie auf mindestens 15.000 ha Wiederherstellungs- und Schutzmaßnahmen für (Wald-)Ökosysteme implementiert.
  • In 2021 wurden die ersten Bäume der Route der Freundschaft zwischen Costa Rica und Deutschland eingeweiht. Die Route besteht aus vier Aufforstungen mit insgesamt 10.000 Pflanzen heimischer Baumarten, die in den Modellfarmen der landwirtschaftlichen Berufsschulen im Interventionsgebiet des Vorhabens angelegt werden. Damit sollen die freundschaftlichen Beziehungen und die jahrzehntelange Zusammenarbeit gewürdigt und auf die Bedeutung des Waldes für eine nachhaltige Zukunft hingewiesen werden. Die Route wird im Rahmen der nationalen Aufforstungsinitiative Huella del Futuro („Fußabdruck der Zukunft“) angelegt.

Letzte Aktualisierung:
10/2022

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