Growing Smarter: Nachhaltige Mobilität in Ostafrika

Das rasante Wachstum afrikanischer Städte führt zu Verkehrsstaus und unkontrollierter Zersiedelung. Die Folgen sind steigende Treibhausgasemissionen, Luftverschmutzung, Armut und Klimaanfälligkeit. Das Projekt trug dazu bei, diese Entwicklung zu vermeiden und die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor zu mindern. Dazu förderte es den öffentlichen und nicht-motorisierten Verkehr sowie die Stadtplanung in den Zielländern. Es unterstützte die Umsetzung von qualitativ hochwertigen ÖPNV-Systemen in Addis Abeba, Nairobi, Kigali und Kampala sowie die Ausweitung des bestehenden Schnellbussystems in Dar es Salaam. Dabei wurde die Integration von ÖPNV mit Rad- und Fußverkehr verbessert und die Stadtentwicklung entlang von Verkehrskorridoren berücksichtigt. Das Projekt förderte auch politische Rahmenbedingungen auf städtischer und nationaler Ebene und beschleunigte Veränderungen im Verkehrssektor durch Qualitätsstandards, verbesserte Finanzierung und andere politische Maßnahmen.

Projektdaten

Länder
Äthiopien, Kenia, Ruanda, Tansania, Uganda
IKI Förderung
4.998.829,00 €
Laufzeit
09/2018 bis 02/2026
Status
abgeschlossen
Durchführungs -organisation
Institute for Transportation & Development Policy (ITDP)
Politischer Partner
  • Ministry of Infrastructure Rwanda
  • Ministry of Roads and Transport - Kenya
  • Ministry of Transport and Logistics - Ethiopia
  • Ministry of Works and Transport (MOWT), Uganda
  • President’s Office, Regional Administration and Local Government - Tanzania
Durchführungspartner
  • UN-HABITAT

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Äthiopien:
    • Im Jahr 2025 entwickelte die Verkehrsplanungsbehörde von Addis Abeba mit Unterstützung des Projekts einen vierjährigen Umsetzungsplan für den nicht-motorisierten Verkehr, der eine Reihe von Sofortmaßnahmen zur Verbesserung des Fuß- und Radverkehrs vorsieht. Der Umsetzungsplan begleitet die 10-jährige Addis Abeba Non-Motorized Transport (NMT) Strategie, in der die wichtigsten Ziele, quantitative Indikatoren und Umsetzungsvorgaben festgelegt sind.
    • Das Projekt unterstützte das äthiopische Ministerium für städtische Infrastruktur und das Ministerium für Verkehr und Logistik bei der Entwicklung des äthiopischen Handbuchs für städtische Straßengestaltung.
    • Das Projekt prüfte die Betriebspläne und Infrastrukturkonzepte für verschiedene BRT-Projekte, darunter die Korridore B2, B3, B4 und B6. Im Februar 2026 begann der Bau des BRT B2 Korridors. Das Projekt unterstützte das Ministerium für Verkehr bei der Erarbeitung geeigneter Geschäftsmodelle, um die Umsetzung zu beschleunigen. Es unterstützte außerdem den BRT B6 Korridor durch technisches Feedback, um bewährte Designstandards sicherzustellen und BRT-Elemente mit den jüngsten Verbesserungen des nicht-motorisierten Verkehrs zu integrieren. Im Dezember 2025 wurde der Bau des ersten elektrifizierten BRT-Korridors Äthiopiens gestartet.
  • Kenia:
    • Das Projekt unterstützte den Bezirk Nairobi City bei der Gestaltung von Straßen im zentralen Geschäftsviertel von Nairobi und im Bezirk Westlands. Die Straßengestaltung wird zu gerechten und inklusiven Straßenräumen führen, mit breiteren Gehwegen, sicheren Fußgängerüberwegen, Straßenbäumen und organisierten Parkflächen für öffentliche Verkehrsmittel.
    • Von April 2024 bis Januar 2025 unterstützte das Projekt die Vorbereitung des Konzeptentwurfs für den Kisumu Phase 2 NMT Korridor. Er ist Teil des nachhaltigen städtischen Mobilitätsplans und fördert die Verbesserung der Bedingungen für den nicht‑motorisierten Verkehr in der Stadt Kisumu: Die verbesserten Straßen werden breitere Gehwege, geschützte Fahrradwege, Fußgängerüberwege und weitere Straßenelemente umfassen, welche die Sicherheit und den Komfort von Fußgängern und Radfahrern erhöhen.
    • In Kooperation mit der Nairobi Metropolitan Area Transport Authority wurde ein Verkehrsnachfragemodell für den öffentlichen Verkehr im Großraum Nairobi entwickelt, welches als Grundlage für die Erarbeitung eines ÖPNV-Netzes dient.
  • Ruanda:
    • Das Projekt unterstützte die Stadt Kigali bei der Implementierung eines Schnellbussystems sowie bei der Entwicklung von Masterplänen zur Ausrichtung der Stadt- und Verkehrsplanung anhand der Prinzipien des Transit-Oriented Development sowie zur Planung von Ladeinfrastruktur für Elektrobusse.
    • In Zusammenarbeit mit der Stadt Kigali wurde eine Strategie zur Parkraumbewirtschaftung für Kigali ausgearbeitet. Die Strategie sieht vor, die Gebühren für das Parken auf der Straße entsprechend der Marktnachfrage zu erhöhen und die Durchsetzungsmechanismen zu verbessern, um das Parken auf Gehwegen zu verhindern.
    • Anfang 2025 unterstützte das Projekt Ruanda darin, den ersten nationalen Leitfaden für städtische Straßengestaltung zu entwickeln, um landesweit sicherere, inklusivere und nachhaltigere Straßen zu schaffen.
  • Tansania:
    • Das Projekt unterstützte die Planung einer neuen zusätzlichen BRT Phase 7, die das Dar Rapid Transit (DART) BRT System in neue Teile von Dar es Salaam ausdehnt, durch konzeptionelle und planerische Vorgaben zur Integration von Fußverkehr und Radverkehr sowie zur Verbesserung des Zugangs in der ersten und letzten Meile.
    • DART, das Ministerium für Landnutzung und die Stadtverwaltungen entwickeln mit Unterstützung des Projektes lokalisierte Strategien zur transitorientierten Entwicklung (TOD) für Dar es Salaam. Die Richtlinien werden korridorweite Vorschriften für Elemente wie Zoneneinteilung, Parkanforderungen und Gebäudefassaden umfassen.
    • Bis 2025 unterstützte das Projekt DART bei der Vorstellung eines auf Transit Oriented Development (TOD) basierenden lokalen Flächenplans (LAP) für das Gerezani Terminal, der auf der Dar es Salaam Korridor Entwicklungsstrategie (CDS) aufbaut. Der LAP schlägt politische Reformen vor, um eine angemessene Verdichtung zu fördern, die Straßengestaltung und Vernetzung zu verbessern und die Bereitstellung von preiswertem Wohnraum zu unterstützen.
  • Uganda:
    • Das Ministerium für Bau und Verkehr, die Kampala Capital City Authority (KCCA) und Entwicklungspartner entwickelte mit technischer Unterstützung des Projektes einen Fahrplan für die BRT-Einführung in Kampala. Das Projekt unterstützte auch bei der Erstellung von Infrastrukturplänen für die geplanten BRT-Korridore.
    • Das Projekt unterstützte KCCA bei der Überarbeitung der Designs wichtiger Straßen im zentralen Geschäftsviertel. Die Unterstützung setzte den Schwerpunkt auf breitere Bürgersteige, eigene Radwege, Baumpflanzungen und verbesserte Fußgängerüberwege, um den Komfort und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu erhöhen.

Letzte Aktualisierung:
04/2026

Legende:

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