Anpassung an die Folgen des Klimawandels
Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist unabdingbar. Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) unterstützte mit ihrer Arbeit im Jahr 2025 besonders gefährdete Länder und Regionen.
Die Anpassung an den Klimawandel wird unter anderem angesichts häufiger Extremwetterereignisse immer wichtiger. Die IKI unterstützt besonders gefährdete Länder und Regionen im Förderbereich „Anpassung an die Folgen des Klimawandels“.
Die Folgen des Klimawandels sind bereits heute spürbar. Extremwetterereignisse, degradierte Ökosysteme, Wasserknappheit und Ernteausfälle bedrohen Lebensgrundlagen, wirtschaftliche Entwicklung und soziale Stabilität. Die Anpassung an diese Veränderungen sind gemeinsam mit dem internationalen Klimaschutz zentrale Säulen der globalen Klimapolitik, getragen durch das Pariser Klimaschutzabkommen.
Die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) setzt gezielt auf transformative Anpassungslösungen, vornehmlich in besonders gefährdeten Staaten und Regionen. Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung und Umsetzung von Nationalen Anpassungsplänen (NAPs), ökosystembasierter Anpassung (Ecosystem-based Adaptation, EbA) und Ansätzen zur Resilienzstärkung an der Schnittstelle von Klima, Sicherheit und Entwicklung.
Darüber hinaus zahlte Deutschland im Jahr 2025 weitere 60 Millionen Euro in den Anpassungsfonds ein. Dieser unterstützt vom Klimawandel besonders stark betroffene Gemeinschaften weltweit bei konkreten und innovativen Anpassungsmaßnahmen. Deutschland ist größter Beitragszahler für dieses zentrale multilaterale Finanzierungsinstrument zur Klimaanpassung und unterstützt den Fonds seit seiner Gründung aktiv. Seit 2013 hat Deutschland insgesamt 670 Millionen Euro eingezahlt, die über die IKI bereitgestellt wurden. Die bisher genehmigten rund 180 Projekte in ca. 100 Ländern werden voraussichtlich 45 Millionen Menschen zugutekommen und fast eine Million Hektar natürliche Lebensräume schaffen, schützen oder sanieren sowie 600 Frühwarnsysteme installieren.
Die Anpassung an den Klimawandel ist zurecht ein zentrales Thema dieser Weltklimakonferenz. Wo Gesellschaften sich nicht an die neuen Klimabedingungen anpassen können, drohen Hunger, Armut und Menschen werden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Viele Länder sind für eine erfolgreiche Anpassung auf internationale Zusammenarbeit angewiesen. Auf Deutschland ist bei diesem Thema seit vielen Jahren Verlass. Ich hoffe, dass wir mit unserem Beitrag zum Anpassungsfonds weiter Vertrauen aufbauen und einen Impuls für gemeinsame Lösungen in Belém geben können.
Zwei Projektvorschläge zur Stärkung der Klimaresilienz aus dem Themencall 2024 wurden im Jahr 2025 ausgewählt und werden voraussichtlich 2026 mit einer Vorbereitungsphase starten. In Kolumbien, Ecuador und Peru finanziert die IKI damit den Schutz von Wassereinzugsgebieten von den Anden bis zum Amazonas-Regenwald und unterstützt die ökosystembasierte Land- und Wassernutzungsplanung. In Ostafrika fördert die IKI Maßnahmen zur Stärkung der konfliktsensitiven und ökosystembasierten Anpassung zum Friedenserhalt.
Aus dem Ländercall Brasilien durchlief im Jahr 2025 ein Projekt mit einem geplanten Fördervolumen von zehn Millionen Euro seine Vorbereitungsphase. Das Projekt stärkt die Resilienz von vulnerablen Gruppen durch naturbasierte Lösungen im Bereich wassersensibler Stadtentwicklung. Der Projektstart ist für 2026 geplant.
IKI-Projekte
sagte die IKI im Jahr 2025 für Projekte zu, die an der Anpassung an die Folgen des Klimawandels arbeiten.
Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels blieb auch 2025 ein wichtiges Element der IKI-Förderung durch das Förderinstrument IKI Compete.
So rief die IKI im Rahmen des IKI Large Grants Calls zu einem Ideenwettbewerb für drei anpassungsrelevante Förderschwerpunkte auf. Gesucht wurden Projektideen zur Stärkung der Resilienz von Wäldern, Ökosystemen und der Biodiversität gegenüber Klimarisiken durch eine wirksame und inklusive Umsetzung des Nationalen Anpassungsplans (NAP, in Vorbereitung) in Indien. Weitere Schwerpunkte waren die Stärkung der Klimaresilienz von küstennahen Städten in Süd- und Südostasien sowie die Skalierung erfolgreicher Ansätze in der Klimaanpassung, unter anderem im Bereich NAPs und EbA.
Zudem unterstützt die IKI lokal getragene („Locally-led Ecosystem-based Adaptation“) EbA-Maßnahmen in besonders stark vom Klimawandel betroffenen Ländern mit einem eigenen Themenschwerpunkt im IKI Medium Grants Call. Dies soll in enger Zusammenarbeit mit der deutschen und lokalen Zivilgesellschaft geschehen.
Projektüberblick 2025
Gestartete Projekte
- Naturbasierte Lösungen für ein klimaresilientes Wassermanagement (“SbN Agua”)
- Förderung der Klimaresilienz von anfälligen Haushalten und Gemeinschaften in Satkhira
- Zusammenarbeit mit indigenen Völkern zur Wiederherstellung erodierter Böden in salzhaltigen Ökosystemen in Hochlandregionen
- Verbesserung der Lebensbedingungen von Chia- und Sesam-Kleinbauern durch klimaverträgliche Praktiken
- Einführung klimagerechter landwirtschaftlicher Praktiken zur Reduzierung von Armut
- Stärkung des Bewusstseins für die Anpassung an den Klimawandel, um Wasser- und Bodenressourcen zu erhalten und wiederherzustellen
- Menschen mit Behinderungen vor den Auswirkungen des Klimawandels und Naturkatastrophen schützen
- Befähigung von Schulen als Change Agents für nachhaltige Erhaltung und mehr Nahrungssicherheit
- Einbindung von Frauen und Jugendlichen zum Schutz der biologischen Vielfalt in Feuchtgebieten und zur Verbesserung der Lebensgrundlagen
Gestartete Vorbereitungsphasen
Verlängerte und/oder aufgestockte Projekte
- Anpassungsfonds
- Global EbA Fund - Unterstützung für die Implementierung und Skalierung von ökosystembasierter Anpassung
- Ökosystembasierte Anpassung an der Nord-Zentral-Küste Vietnams: Wiederherstellung und Co-Management degradierter Dünen und Mangroven
- Unterstützung Brasiliens bei der Umsetzung seiner Nationalen Agenda zur Anpassung an den Klimawandel (ProAdapta)
IKI-Jahresbericht 2025
Dieser Beitrag ist Teil des IKI-Jahresberichts 2025.
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