Deutsch-Indisches Projekt für Klima Aktionen und IKI-Schnittstelle in Indien
Die indische Regierung strebt in ihrem aktualisierten Nationalen Klimabeitrag (NDC) eine Verringerung der Emissionsintensität ihres BIP um 45 Prozent bis 2030 im Vergleich zum Stand von 2005 an. Das Vorhaben unterstützt das indische Umweltministerium (MoEFCC) bei der Koordination und Umsetzung der indischen Klima- und Biodiversitätspolitik. Es stärkt die Kompetenzen ausgewählter Entscheidungstragender auf nationaler und staatlicher Ebene, um innovative Ansätze zur Umsetzung der indischen NDC und einer weitreichenden Klimapolitik zu ermöglichen. Das Projekt entwickelt Modelle für die Zusammenarbeit des öffentlich-privaten Sektors zur Umsetzung von Demonstrationsprojekten in ausgewählten Bundesstaaten, um einen Klima-Co-Benefit-Fahrplan zu erstellen. Ausgerichtet auf die Prioritäten des MoEFCC konzentrieren sich die Projektaktivitäten auf zwei ausgewählte Bereiche: Kreislaufwirtschaft und Biodiversität. Das Projekt realisiert zudem die Schnittstellenfunktion für IKI-Projekte in Indien.
- Länder
- Indien
- IKI Förderung
- 10.000.000,00 €
- Laufzeit
- 04/2021 bis 09/2026
- Status
- laufend
- Durchführungs -organisation
- Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
- Politischer Partner
-
- Ministry of Environment, Forest and Climate Change (MoEFCC) - India
- Durchführungspartner
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- The Energy and Resources Institute (TERI) - India
Stand der Umsetzung/Ergebnisse
- Kommerzialisierung von kohlenstoffarmem Zement (LC3): In Zusammenarbeit mit dem IIT Delhi erreichte das Projekt einen wichtigen Meilenstein, indem es erstmals in Indien den Kalkstein-Kalzinat-Ton-Zement (LC3) erfolgreich auf den Markt brachte und damit den Grundstein für eine branchenweite Dekarbonisierung legte. Erreicht wurde dies durch die Unterstützung technischer Kooperationen mit Aufsichtsbehörden wie der Umweltschutzbehörde, dem Zementhersteller JK Cement sowie dem Bauunternehmen Lodha Group.
- Dekarbonisierung des Stahlsektors: Im Rahmen einer umfassenden technisch-wirtschaftlichen Machbarkeitsstudie zu kohlenstoffarmen Technologien in einem der ältesten und größten staatlichen Stahlwerke der Steel Authority of India Limited (SAIL) wurden mit Unterstützung des Projekts technisch realisierbare und investitionswürdige kohlenstoffarme Lösungen für die Stahlproduktion ermittelt.
- Einbeziehung von Klimanebennutzen in die Regierungspolitik: Es gibt ein Instrument zur Quantifizierung des Klimanebennutzen von Maßnahmen in den Bereichen Forstwirtschaft und Einwegkunststoffe. Die Regierungen von Maharashtra und Tamil Nadu haben diese Instrumente übernommen, wobei die Regierung von Maharashtra sie in das webbasierte Tool ihrer „State Climate Action Cell“ (SCAC) integriert hat. Das im Rahmen des Projekts entwickelte und auf der Ramsar-COP15 vorgestellte digitale Tool „Co-benefits of Wetlands“ (CoWET) bewertet den Nutzen im Bereich der Katastrophenvorsorge. Das Tool wird auf dem „Wetlands of India“-Portal bereitgestellt und kann als App im Microsoft Store und im App Store heruntergeladen werden.
- Förderung von Wissen über Moore und Klima: Indiens erste Bestandsaufnahme und Bewertung von Mooren zur Erfassung des Kohlenstoffspeicherpotenzials und zur Ermittlung vorrangiger Renaturierungsgebiete ist abgeschlossen. Der Bericht ist unter „Peatlands of India – An Overview and Future Roadmap“ zu finden.
- Stärkung der indisch-deutschen Zusammenarbeit in den Bereichen Klima und Biodiversität: Das Projekt ermöglichte 43 Dialoge zwischen politischen Partnern aus Indien und Deutschland, der IKI-Indien-Community und Jugendlichen, wodurch die Zusammenarbeit in den Bereichen Klima und Biodiversität vertieft wurde. Darüber hinaus trugen 31 im Rahmen des Projekts entwickelte Wissensprodukte zur bilateralen politischen Abstimmung bei. Die vom Projekt geschaffenen thematischen Unterplattformen förderten die Zusammenarbeit, neue Synergien und ein stärkeres Engagement der Gemeinschaft in den Bereichen Klima und Biodiversität.
- Stärkung öffentlicher Unternehmen (PSEs) für den industriellen Wandel: Die Beteiligung öffentlicher Unternehmen an der „Leadership Group for Industry Transition“ (LeadIT), in der Deutschland Mitglied ist, wird durch die Durchführung regionaler Workshops zum Wissensaustausch in Zusammenarbeit mit der „Standing Conference of Public Enterprises“ (SCOPE) gefördert. Auch LEADIT-Mitglieder und Projektpartner – JK Cement und SAIL – leisteten einen Beitrag zu diesen Workshops.
- Kapazitätsaufbau im Bereich Klimaschutz: Im Rahmen des Projekts wurde eine Online-Zertifikatsschulung entwickelt, um die Kompetenzen öffentlicher Unternehmen in den Bereichen Klimapolitik und Klimafinanzierung zu stärken. Insgesamt 192 Mitarbeiter öffentlicher Unternehmen haben die Schulung erfolgreich abgeschlossen. Es wurde eine Studienreise von acht indischen öffentlichen Unternehmen und zwei führenden Klimadenkfabriken nach Deutschland organisiert, um den Austausch mit deutschen Denkfabriken, der Industrie und politischen Entscheidungsträgern zu fördern.
Letzte Aktualisierung:
07/2026
Weiterführende Links
Relationen zum Projekt
Legende:
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