The Bonn Challenge Barometer of Progress

Wälder bieten eine große Artenvielfalt, dienen als Kohlenstoffspeicher und erfüllen viele andere Funktionen, die es zu erhalten gilt. Die Bonn Challenge ist die bedeutendste internationale Initiative zum Wiederaufbau von Wäldern. Die beteiligten Staaten wollen bis 2020 rund 150 Millionen Hektar Wald wieder aufforsten. Mit dem „Bonn Challenge Barometers of Progress“ entwickelt das Projekt ein System zur Dokumentation und Publikation des Fortschritts der Bonn Challenge. So informiert es Geber und Partner über den Stand der Umsetzung. Das Barometer wird in sechs Pilotländern entwickelt und global implementiert. Mit der Methodik sollen Fortschritte in Politik- und Budgetverpflichtungen sowie bei den technischen Kenntnissen, der Umsetzungsstand vor Ort und „carbon benefits“ gemessen werden. Erfahrungen aus den Pilotländern sollen publiziert werden. Umsetzungsstand der Bonn Challenge, Erfolgsgeschichten und die Berichterstattung werden über öffentlichkeitswirksame Kampagnen verbreitet.

Projektdaten

Länder
Bangladesch, Brasilien, Burkina Faso, Kamerun, Kolumbien, Costa Rica, Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste), Ecuador, El Salvador, Ghana, Guatemala, Indien, Kenia, Madagaskar, Malawi, Mexiko, Peru, Ruanda, Sri Lanka, Uganda, Vereinigte Staaten
IKI Förderung
4.579.839,00 €
Laufzeit
10/2016 bis 01/2023
Status
laufend
Durchführungs -organisation
International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) - Switzerland
Politischer Partner
  • Diverse climate change relevant institutions in the respective partner countries/Diverse klimarelevante Institutionen in den entsprechenden Partnerländern

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das „Bonn Challenge Barometer of Progress“ ist ein flexibler, standardisierter Bewertungsrahmen, der von der IUCN in Zusammenarbeit mit den Pilotländern Brasilien, El Salvador, Mexiko, Ruanda und Sri Lanka 2016 entwickelt und 2017 eingeführt wurde. Das Tool ermöglicht es, einfach und nachvollziehbar festzustellen, wie und wo Wiederherstellungsversprechen durch Regierungen weltweit erfüllt werden. Es wurde in enger Abstimmung mit den an der Bonn Challenge beteiligten Regierungen entwickelt und ist auf Waldlandschaften ausgerichtet.
  • Mit der Verabschiedung der UN-Dekade für die Wiederherstellung von Ökosystemen im Jahr 2020 und der damit verbundenen verstärkten Aufmerksamkeit für die Biodiversitätsrahmenvereinbarung, das Pariser Abkommen und die LDN-Ziele, wuchs die Notwendigkeit nach einem Überwachungsrahmen, der auf die Wiederherstellung alle terrestrischen Ökosysteme angewendet werden kann. Die acht Kernindikatoren des „Bonn Challenge Barometers of Progress“ bieten dafür die optimale Voraussetzung. Die IUCN erweiterte daher den Bewertungsrahmen so, dass die Anwendbarkeit des Barometers über Waldlandschaften hinaus möglich wurde. Während sich das „Barometer of Progress“ im Sinne der Bonn Challenge weiterhin auf die Wiederherstellungsziele für Waldlandschaften konzentriert, berücksichtigt es in seiner Ausbaustufe als „Restoration Barometer“ auch die Wiederherstellungsziele für Küsten und Mangroven, Wüsten und Halbwüsten, Ackerland und Mischgebiete, Wälder und Gehölze, Grasland, Strauchland und Savannen, Torfgebiete, Flüsse, Bäche und Seen (Feuchtgebiete) und städtische Gebiete. In naher Zukunft soll das Barometer um Küstenökosysteme wie flache Riffe, Seegraswiesen und Kelpwälder erweitert werden, was die Umsetzung des Land-zu-Meer-Ansatzes oder des Ridge-to-Reef-Ansatzes zur Wiederherstellung von Ökosystemen erleichtern wird.
  • Neben seiner Funktion als Bewertungsrahmen für Wiederherstellungsversprechen, sogenannter Pledges, von Regierungen, ist auch die Entwicklung eines Pfads für den Privatsektor in Abstimmung mit 1t.org, RESTOR und anderen Initiativen und Plattformen vorgesehen. Ab Anfang 2022 werden Unternehmen, die sich zur Wiederherstellung verpflichtet haben, über das Barometer ihre Fortschritte berichten können. Auf diese Weise lässt sich mit dem Barometer ein umfassenderes Bild der globalen Umsetzung zur Wiederherstellung von Ökosystemen abbilden.
  • Das Barometer ist auf gutem Weg, seine gesteckten Ziele zu erreichen. In 14 Ländern sind Bewertungen in der Umsetzung oder werden demnächst beginnen. Mit weiteren Ländern wird bereits zusammengearbeitet. Bis Ende 2021 wird auch ein neues Portal mit einem vereinfachten Berichterstattungsverfahren für die Regierungen eingerichtet werden.
  • Das so erweiterte „Bonn Challenge Barometer of Progress“ ist als „Restoration Barometer“ der einzige, umfassend unterstütze Rahmen für die Überwachung der Wiederherstellung aller Arten von Landökosystemen, der derzeit von über 20 Regierungen genutzt und von mehr als 40 Regierungen unterstützt wird. Eine zusätzliche Unterstützung durch die ECCA30-Länder wird auf dem nächsten Ministerdialog bekannt gegeben.

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