Unterstützung von Fischerei abhängigen Gemeinden zur Implementierung von Ökosystembasierten Anpassungsmaßnahmen durch verbessertes Management der Küstenfischerei zur Nahrungs- und Einkommenssicherung

Gesunde Küstenökosysteme sind entscheidend für die ökologische, soziale und wirtschaftliche Resilienz lokaler Gemeinden. Um diese Ökosysteme zu erhalten, müssen kleine Fischereibetriebe nachhaltiges Management und Klimaanpas-sungsplanung betreiben. In fünf Zielländern trägt das Projekt zu Resilienz der Küs-tenökosysteme und Schaffung von Lebensräumen bei. Kleinfischer werden dazu befähigt, ökosystembasierte Anpassungsmaßnahmen zu erkennen und zu nutzen. Multiplikatoren in den Gemeinden werden zu verhaltensbasierten und technischen Ansätzen weitergebildet, um diese Kompetenzen zu erhalten und weiterzugeben. Im Rahmen des Corona-Response-Pakets werden die Erfahrungen von klimaresili-enten Kleinstunternehmen auf den Philippinen und in Indonesien genutzt, um wirtschaftliche Stimuli und politische Rahmenbedingungen nachhaltig zu gestal-ten. In Partnernetzwerken werden Lösungsansätze in andere Gemeinden, relevante nationale Strategien und internationale Prozesse weitergetragen./

Projektdaten

Länder
Indonesien, Marshallinseln, Mikronesien, Palau, Philippinen
IKI Förderung
5.976.382,00 €
Laufzeit
09/2018 bis 12/2022
Status
laufend
Durchführungs -organisation
Rare
Politischer Partner
  • Department of Environment and Natural Resources (DENR) - Philippines
  • Department of Resources and Development - Federated States of Micronesia
  • Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO)
  • Global Island Partnership (GLISPA)
  • Ministry of Environment and Forestry (KLHK) - Indonesia
  • Ministry of Natural Resources, Environment and Tourism - Palau
  • National Authority for Marine Conservation Areas (MMAF) - Indonesia
  • Office of Environmental Planning and Policy Coordination - Marshall Islands
Durchführungspartner
  • Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO)
  • Global Island Partnership (GLISPA)

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

 

  • Rare war Mitorganisator und Beteiligter von mehr als zehn Veranstaltungen auf der 26. nationalen Klimakonferenz COP 26. Durch die Nutzung der Projektergebnisse unterstrichen Rare und seine Partner die wichtige Rolle von Küstengemeinden und Regierungen bei der Umsetzung von Ansätzen zur ökosystembasierten Anpassung (EbA), um Anpassungs- und Minderungsziele zu erreichen.
  • GLISPA lud lokale Champions aus dem Projekt ein, ihre Geschichten während der virtuellen Treffen des UN CBD und auf der COP26 zu erzählen.
  • Rare schulte 62 Kleinstunternehmerinnen und -unternehmer in Indonesien und auf den Philippinen in den Bereichen Unternehmensformalisierung, Grundlagen der Unternehmensführung, hygienische Praktiken in der Produktion und EbA. Von den 62 haben sich 33 formell bei der Regierung registrieren lassen und werden dies auch in Zukunft tun. Damit sind sie verpflichtet, die nationalen Richtlinien zu befolgen, die die bestehenden Grundsätze und Rahmenwerke für die Nachhaltigkeit der blauen Finanzen aufrechterhalten. Andere wurden mit Banken und staatlichen Stellen in Verbindung gebracht, damit sie Zugang zu Finanzdienstleistungen und Versicherungen erhalten, die ihre Widerstandsfähigkeit (und die ihrer Fischer) gegenüber externen (Klima-)Schocks erhöhen. Diese Kleinstunternehmerinnen und -unternehmer haben einen erheblichen Einfluss auf die Größe, Qualität und Vielfalt der Fische, die auf den Markt kommen. Daher sind diese Strategien zum Aufbau von Kompetenzen von wesentlicher Bedeutung für eine Green Recovery, indem sie eine widerstandsfähige einheimische Wertschöpfungskette gewährleisten und bewährte Verfahren für klimaresistente „Managed Access and Reserves“ (MA+R) Gebiete aufrechterhalten.
  • Rare lud 10 lokale Journalistinnen und Journalisten ein, an Kampagnenaktivitäten und Gemeindeveranstaltungen in den Projektgebieten in Südost-Sulawesi, Indonesien, teilzunehmen. Das Ergebnis dieser Reise waren 30 Nachrichtenartikel, die von mehr als 36.000 Menschen gelesen wurden.
  • Schulungen und Ausrüstung für die Überwachung der Gemeinden wurden den Verwaltungsorganen in Indonesien und auf den Philippinen zur Verfügung gestellt, damit sie ihre Fischgründe besser schützen können. Die Ausrüstung erwies sich für die lokalen Verantwortlichen auf den Philippinen während der Not- und Hilfsmaßnahmen nach dem Taifun Rai als nützlich.
  • 23 MA+R-Vorschläge auf den Philippinen und in Indonesien warten noch auf die Genehmigung der lokalen Behörden, die die MA+R-Gebiete rechtlich festlegen werden. Diese Gebiete bestehen aus 735.038 Hektar (ha) an gemeinsam verwalteten Fischereigebieten und 17.647 ha an Schutzgebieten. MA+R-Gebiete unterstützen die Erhaltung und Wiederherstellung von Küstenökosystemen, die für die Klimaanpassung und den Klimaschutz von entscheidender Bedeutung sind.
  • Auf den Philippinen setzte Rare auf einen interkommunalen Ansatz, um die Verwaltung von Netzwerken von MA+R-Gebieten durch gemeinsame grenzüberschreitende Durchsetzung, Mittelbeschaffung für das Management von Küstenressourcen und die Abstimmung von Ressourcenmanagementplänen zur Unterstützung lokaler Bemühungen zur Anpassung an den Klimawandel zu stärken.
  • Die Beiträge von Rare zu Klimawandel und EbA wurden in den kürzlich veröffentlichten Comprehensive National Fisheries Industry Development Plan des philippinischen Bureau of Fisheries and Aquatic Resources aufgenommen. Rare empfahl, EbA als langfristige Anpassungsstrategie an den Klimawandel und Green Recovery als Rahmen für Pläne und Programme anzunehmen. Der Plan ist der mittelfristige Entwicklungs- und COVID-Wiederherstellungsplan des Amtes.

Letzte Aktualisierung:
10/2022

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