Waldschutz und Management der natürlichen Ressourcen im Manu Biosphärenreservat, Peru

Das Manu-Biosphärenreservat in Peru ist eines der vielfältigsten Ökosysteme der Welt. Es ist auch die Heimat verschiedener indigener Gruppen und Siedler. Obwohl bisher noch relativ gering, steigt der Waldverlust vor allem durch eine Ausweitung der landwirtschaftlichen Nutzung an. Das Projekt schützte das Biosphärenreservat einschließlich Nationalpark, indem es die Bewohnerinnen und Bewohner im Management der natürlichen Ressourcen unterstützte. Die Mitbestimmung der lokalen und indigenen Interessenvertreter wurde durch Schulungen verbessert. Naturschutzkompatible Nutzungsmöglichkeiten wurden erarbeitet und Konflikte zwischen Menschen und Wildtieren verringert. Durch vermiedene Entwaldung und Gewinnung von Flächen zur natürlichen Regeneration trug das Projekt auch zum Klimaschutz bei. Im Rahmen des IKI-Corona-Response-Pakets wurden betroffene Gemeinden bei der Entwicklung umweltverträglicher Einkommensquellen und zusammen mit den Behörden im Umgang mit Krisen und ihrer Prävention unterstützt.

Projektdaten

Länder
Peru
IKI Förderung
2.452.843,00 €
Laufzeit
11/2012 bis 12/2021
Status
abgeschlossen
Durchführungs -organisation
Zoologische Gesellschaft Frankfurt von 1858 e.V (ZGF)
Politischer Partner
  • Madre de Dios Regional Government - Peru
  • Ministry of Agriculture and Irrigation (MINAGRI) - Peru
  • Ministry of Culture - Peru
  • Ministry of Environment (MINAM) - Peru
  • National Office of Protected Areas (SERNANP) - Peru
Durchführungspartner
  • Association of the agriculturists of Callanga - Peru
  • National Office of Protected Areas (SERNANP) - Peru
  • Native Federation of the Madre de Dios River and Tributaries (FENAMAD) - Peru

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt ist abgeschlossen.
  • Einnahmenquellen aus nachhaltigen Wirtschaftstätigkeiten, die aufgrund der Pandemie und ihren Restriktionen in der Pufferzone wegbrachen, wurden im Rahmen des Corona-Response-Pakets kompensiert und weiter diversifiziert, um die Einkommenssituation der indigenen Gemeinden sowie das Managements des Biosphärenreservats nicht zu gefährden.
  • 2017 stimmte die UNESCO der Erweiterung und der Aktualisierung der Grenzen des Biosphärenreservats zu, wodurch sich die Fläche um fast 30 Prozent vergrößert hat.
  • Durch das Programm zur Überwachung und Kontrolle des Manu-Nationalparks mittels Luftüberwachung und Spezialpatrouillen konnte verifiziert werden, dass sich 96 Prozent der Schutzgebietsfläche in einem natürlichen und guten Zustand befinden, ohne Hinweise auf illegale Aktivitäten.
  • Die Gründung von 15 Kooperativen zur Textilherstellung im Mapacho-Tal führte zu einem Einkommensanstieg für die beteiligten Familien.
  • Die Unterstützung der Verwaltung des Manu-Biosphärenreservats durch das Projekt ermöglichte die Positionierung der Marke „Manu-Biosphärenreservat“ und die Organisation von Messen des Biosphärenreservats in der Stadt Cusco. Dies hat 100 Produzentinnen und Produzenten der fünf Bezirke des Reservats Zugang zum regionalen Markt und den Verkauf ihrer Produkte ermöglicht.
  • Die Unterstützung des Managementkomitees ermöglichte es den verschiedenen Mitgliedern sowie Vertreterinnen und Vertretern sich am Management des Manu-Nationalparks zu beteiligen.
  • Am 28.03.2019 fand ein gemeinsames Treffen des Koordinationsausschusses des Manu-Biosphärenreservats und des Managementkomitees des Manu-Nationalparks statt.
  • Im Zuge des Corona-Response-Pakets wurden Ende 2020 Satelliteninternet in sechs Gemeinden des Manu Biosphärenreservat installiert. Der Internetzugang war für die Kommunikation mit den Indigenengemeinden im Manu Biosphärenreservat besonders wichtig und war ein entscheidender Faktor zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie im Gebiet.

Letzte Aktualisierung:
12/2022

Legende:

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Andenbär sitzt auf Baumstamm

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