29.01.2024

Green Finance: gute Beispiele in Peru

Bild aus einem Workshop zu grünem Finanzsystem
Teilnehmende des Workshops "Green Finance".

Workshop des IKI- Schnittstellenprojekts in Peru 

Im November 2023 trafen sich die IKI-Projekte, die in Peru tätig sind, um über die Fortschritte im Bereich Green Finance zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und Synergien für die technische Zusammenarbeit zwischen den IKI-Projekten und anderen Projekten im Rahmen des deutsch-peruanischen Klimabündnisses zu fördern. Dieses thematische Treffen fand im Rahmen der Wissensmanagement-Strategie der IKI statt. Die Strategie sieht vor, dass in den IKI-Schwerpunktländern sogenannte Schnittstellenprojekte etabliert sind. 

Cristina Rodríguez, Direktorin für Anpassung an den Klimawandel und Wüstenbildung des peruanischen Umweltministeriums (MINAM), hob in ihrer Eröffnungsrede hervor, dass es in Peru bis zum Jahr 2050 eine Verringerung des Bruttoinlandsprodukts um 11 bis 20 Prozent geben würde, wenn das Land den Klimawandel ignoriert. Dies hängt mit den Kosten zusammen, die zur Bewältigung der Folgen für die Bevölkerung und die Wirtschaft erforderlich sind.

Fortschritte und Herausforderungen 

Rodríguez berichtete außerdem über die Fortschritte, die der Generaldirektor für Klimawandel und Wüstenbildung bei der Klimafinanzierung erzielt hat. Die Finanzierungsstrategie, die derzeit ausgearbeitet wird, soll staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren als Leitlinie dienen und mehr Mittel für Klimaschutzmaßnahmen mobilisieren, um bis 2050 Kohlenstoffneutralität zu erreichen.

Élvis García, Generaldirektor für Wirtschaft und Umweltfinanzierung des MINAM, stellte die Fortschritte des Ministeriums im Bereich der Umweltfinanzierung vor und betonte dabei die Green Finance Roadmap und die Works for Taxes-Initiative (Obras por Impuestos). Die Roadmap erleichtert die Integration von Umweltaspekten in die Geschäftstätigkeit und beschleunigt den Übergang zu einer grünen Wirtschaft. 

Petra Nieland vom IKI Office bei der Zukunft - Umwelt - Gesellschaft (ZUG) gGmbH, der Projektträgerin des Förderprogramms, berichtete ebenfalls über den Green-Finance-Ansatz der IKI und teilte mit, dass über den IKI Themencall 2023 neue Finanzierungsmöglichkeiten in Höhe von 320 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Ziel der IKI ist es, bis 2030 1,5 Milliarden Euro an privatem Kapital für Klimawandel, Biodiversität und Anpassung in den Partnerländern zu mobilisieren.

IKI-Projekterfahrungen mit Green Finance

Während der Veranstaltung berichteten drei IKI-Projekte aus Peru über ihre Erfolge bei der grünen Finanzierung. 

Das Projekt "Schutz und Regeneration im Manu Biosphärenreservat" stellte ein Schutzabkommen vor, an dem der Nationale Dienst für staatliche Schutzgebiete (SERNANP), die AJE-Gruppe und die Vereinigung der Aguaymanto-Produzenten beteiligt waren. Diese Bemühungen führten zum Schutz von 400 Hektar Land in der Pufferzone des Manu-Nationalparks und 1300 Hektar innerhalb des Naturschutzgebiets. Es ermöglichte zudem die Koexistenz zwischen Familien und Wildtieren, was für über 60 Familien im Mapacho-Tal von Vorteil war.


Das Projekt "Rahmenbedingungen für klimafreundliche Investitionen“ befasste sich mit dem Thema "Solarzellen in privaten Unternehmen: Vom NDC zur Investition". Die Analyse von Photovoltaik-Projekten in Peru zeigte, wie Umweltverantwortung in erfolgreiche Unternehmensstrategien integriert werden kann, wie das Beispiel der Firma Alicorp in Arequipa zeigt.

Die abschließende Präsentation "Finanzinstrumente und Produkte mit Auswirkungen auf die biologische Vielfalt" des Projekts "Impact Investments für die nachhaltige Nutzung von Biodiversität“ stellte zum einen Mikrokredite des privaten Sektors vor, die zusammen mit der Caja Municipal de Ahorro y Crédito Ica entwickelt wurden. Die Mikrokredite ermöglichenden den Erwerb von Biogasanlagen und fördern damit die Einführung von Technologien zur Nutzung von Abfällen aus der Viehzucht. Zudem wurde vorgestellt, wie Förderkriterien und Umweltindikatoren in die Anweisungen für Geschäftspläne und Umstellungsprojekte im Rahmen des Programms "Agroideas" des Ministeriums für landwirtschaftliche Entwicklung und Bewässerung aufgenommen werden können.

Thematische Synergien zwischen IKI-Projekten in Peru nutzen

Abschließend beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer gemeinsamen Sitzung mit den Anforderungen von Green Finance und diskutierten über Synergien, um die Zusammenarbeit zwischen IKI-Projekten in Peru zu verbessern.

IKI-Schwerpunktland Peru
 

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Kontakt

IKI Office
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Stresemannstraße 69-71

10963 Berlin

iki-office@z-u-g.org

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