Subsahara-Afrika: Wissenschaftsbasierte Unterstützung nationaler Anpassungspläne

Nationale Anpassungsplanungsprozesse (NAPs) bieten den LDCs im sub-saharischen Afrika die Chance, angemessen auf bedrohliche Klimarisiken zu reagieren. Grundlage sind der Aufbau von Kapazitäten und Governance-Strukturen. In den frankophonen Ländern der Region mangelte es zudem an Zugang zu Informationen und Unterstützung, diesen Bedarf hat das Vorhaben adressiert. Das Vorhaben unterstützte die Regierungen der drei Partnerländer beim Aufbau von Steuerungsstrukturen für die Umsetzung der NAPs. Dafür wurden wissenschaftliche Informationsgrundlagen für politische Entscheidungen geschaffen (z. B. Vulnerabilitätsstudien). Zudem wurde der Zugang zu Finanzmitteln durch den Green Climate Fund verbessert, um die im NAP identifizierten Prioritäten umzusetzen. Ergänzend wurde eine regionale Austauschplattform eingerichtet, die dem fachlichem Austausch in der französischsprachigen Region dient. Die Ergebnisse des Vorhabens wurden in die internationale Klimadebatte eingebracht.

Projektdaten

Länder
Benin, Burkina Faso, Senegal
IKI Förderung
8.176.237,00 €
Laufzeit
03/2016 bis 09/2021
Status
abgeschlossen
Durchführungs -organisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Politischer Partner
  • Ministry for Environment and Sustainable Development (MEDD) - Senegal
  • Ministry of Environmental and Sustainable Development (MEDD) - Burkina Faso
  • Ministry of Living Environment and Sustainable Development (MCVDD) - Benin
Durchführungspartner
  • Climate Analytics gGmbH

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Zur Stärkung der Kapazitäten der Regierungen in den drei Fokusländern Benin, Burkina Faso und Senegal zur Steuerung, partizipativen Gestaltung, Implementierung, sektorübergreifenden Integration und Koordination sowie zum M&E des NAP-Prozesses hat das Vorhaben die Partner bei der Integration von Klimawandel in insgesamt sechs Entwicklungsstrategien unterstützt (Output I).
  • Hier flossen unter anderem die Ergebnisse der in einem partizipativen Prozess erstellten wissenschaftlich fundierten Studien und Analysen ein, die gemeinsam mit Climate Service Providern erarbeitet wurden (Output II). Die in diesem Prozess erstellten Vulnerabilitätsanalysen und (Vor-)Machbarkeitsstudien dienten im weiteren Verlauf der Erstellung von fünf neu konzipierten Anpassungsvorhaben. Drei davon (zwei aus Benin, eines aus Senegal) wurden beim Green Climate Fund (GCF) eingereicht.
  • Die Projekte wurden in einem partizipativen Prozess mit Arbeitsgruppen bestehend aus Vertretenden verschiedener Ministerien, beim GCF akkreditierter Institutionen, Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen und der organisierten Zivilgesellschaft erstellt. Ein weiteres Anpassungsprojekt für den Adaptation Fund wurde mit der Erstellung von begleitenden Studien unterstützt und zur Finanzierung beim Fonds eingereicht (Output III).
  • Die im Rahmen des Vorhabens gewonnenen Erfahrungen und erfolgreichen Lösungen in Bezug auf den NAP-Prozess wurden in einer französischsprachigen Plattform von frankophonen LDC Subsahara-Afrikas ausgetauscht und in die internationalen Klimaverhandlungen zu Anpassung eingespeist (Output IV).
  • In 10 Webinaren mit insgesamt 1.529 Teilnehmenden aus 48 Ländern, zwei Präsenz-Austauschformaten mit insgesamt 93 Teilnehmenden aus 14 Ländern sowie in den Communities of Practice in Benin und Burkina Faso, tauschten sich die NAP-Schlüsselakteure der Region zu aktuellen Anpassungsthemen aus.
  • Die ins französische übersetzte Wissensplattform AdaptationCommunity.net bietet Zugang zu einer Vielzahl von Publikationen, Projektergebnissen, Trainings und Onlineseminaren rund um das Thema Anpassung.
  • Das Projekt hat mit seinem partizipativen learning-by-doing Ansatz in Output I, II und III dazu beigetragen, dass die nationalen Kapazitäten langfristig im Land verankert bleiben. Der Fokus wurde auf die nachhaltige Entwicklung der Kapazitäten von Schlüsselakteuren zur wissenschaftlich fundierten Gestaltung von wirkungsorientierten NAP-Prozessen gelegt, was zu einer hohen Ownership führte.
  • Zur Sicherung der finanziellen Nachhaltigkeit wurde durch die Aktivitäten zu Output III der dauerhafte Zugang zu Quellen der Anpassungsfinanzierung geschaffen.

Letzte Aktualisierung:
06/2026

Legende:

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