29.09.2020

Peru setzt hochrangige Klimakommission ein

Flusslandschaft
Mit der Gründung einer hochrangingen Klimaschutzkommission will Peru seine Klimaschutzziele erreichen. Foto: GIZ Fabian Schmidt-Pramov

 Die ständige sektorübergreifende Kommission wird Empfehlungen für nationale Klimaziele aussprechen, die anschließend im Rahmen des Klimaschutzabkommens von Paris umgesetzt werden.

Angesichts des Ausnahmezustands, in dem sich die Welt befindet, ist der Schutz der Umwelt nach wie vor ein Schwerpunkt der peruanischen Regierung. In diesem Zusammenhang betonte der peruanische Staatspräsident, Martín Vizcarra, in seiner letzten Rede zur Lage der Nation, wie wichtig der Klimaschutz für die gesamte Welt ist, erklärte, dass die Regierung verschiedene Maßnahmen zur Förderung der ökologischen Nachhaltigkeit getroffen habe.

Ferner hob der Staatspräsident hervor, dass „Peru mit der Schaffung der Hochrangigen Kommission zum Thema Klimawandel (CANCC) einen Meilenstein erreicht hat. Die Kommission hat die Aufgabe, Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen vorzuschlagen, die im Rahmen der nationalen Klimaschutzbeiträge (NDC) des Klimaschutzabkommens von Paris umgesetzt werden sollen.“ Darüber hinaus wird die Kommission im Rahmen der Nationalen Klimaschutzstrategie Maßnahmen empfehlen, mit denen die Treibhausgasemissionen bis 2050 neutralisiert und eine wirkungsvolle Anpassung an den Klimawandel erreicht werden kann. Außerdem soll die Kommission der Klimarahmenkonvention im Rahmen der vom peruanischen Staat eingegangenen internationalen Verpflichtungen alle fünf Jahre den technischen Bericht zum Stand des nationalen Klimaschutzbeitrags vorlegen. 

MArtin VizcarraDer CANCC wurde am 4. Juli 2020 durch einen Erlass von höchster Stelle genehmigt. Die ständige sektorübergreifende Kommission ist eine Arbeitsgruppe des dem Umweltministeriums (MINAM) und wird vom Vorsitzenden des Ministerrats geleitet. Ihr gehören Vertreter der Ministerien für Umwelt; Energie und Bergbau; Landwirtschaft und Bewässerung; Produktion; Verkehr und Kommunikation sowie Wohnungsbau, Infrastruktur und Sanitärversorgung an. Darüber hinaus entsenden auch die Ministerien für Gesundheit; Äußere Angelegenheiten; Wirtschaft und Finanzen; Bildung; Entwicklung und soziale Inklusion; Kultur sowie Frauen und gefährdete Bevölkerungsgruppen Vertreter in die Kommission.

Weitere Mitglieder der Kommission sind die Vorsitzenden des Nationalen Zentrums für Strategische Planung, der Nationalversammlung der Regionalregierungen, des Verbands der peruanischen Kommunen sowie der Generaldirektion für Klimawandel und Wüstenbildung des MINAM-Referats Strategische Entwicklung der natürlichen Ressourcen. Diese übernehmen die Funktion des Technischen Sekretariats und sind für die laufende technische und administrative Unterstützung der CANCC zuständig.

Mit der Gründung der Klimakommission unterstreicht die peruanische Regierung ihre Entschlossenheit, auch unter Pandemiebedingungen Klimaschutz und Klimaanpassung voranzutreiben, die Treibhausgasemissionen des Landes zurückzuführen und die Anfälligkeit des Landes gegenüber den Folgen des Klimawandels zu verringern.

Gefördert wird dieser von MINAM geleitete Prozess durch das IKI-Projekt „NDC Peru: Unterstützung bei der Umsetzung der Nationalen Klimawandelstrategie“, das von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH durchgeführt wird.

 

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