Die Global Peatlands Initiative: Bewertung, Erfassung und Erhaltung von Torfkohlenstoff

Moore bedecken nur drei Prozent der globalen Landmasse, speichern aber fast 30 Prozent des im Boden gebundenen Kohlenstoffs, etwa doppelt so viel wie der globale Waldbestand. Doch sie sind zunehmend durch Ausbeutung bedroht. Das Projekt (Global Peatlands Initiative) analysiert den Zustand und die Bedeutung von Mooren für den globalen Kohlenstoffkreislauf. Es verbessert den Wissensstand, Datenzugang und erstellt einen Hotspot-Atlas und Plattform zu Moordegradierung. Die Global Peatlands Initiative baut so Ressourcen und Know-how von Interessenvertretern aus, um den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Mooren zu stärken. Sie identifiziert Lücken in globalen und nationalen Strategien und ihre Projektpartner entwickeln Strategien und Ansätze um den Verlust von Mooren effektiver anzugehen. Das Projekt ermöglicht die Vernetzung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, politischen Entscheidungstragenden und Interessenvertretenden. Alle Mitglieder der Initiative verpflichten sich zu Multiplikator-Maßnahmen.

Projektdaten

Länder
Demokratische Republik Kongo, Kongo, Indonesien, Peru
IKI Förderung
1.999.567,00 €
Laufzeit
02/2018 bis 03/2024
Status
laufend
Durchführungs -organisation
United Nations Environment Programme (UN Environment) - Kenya
Politischer Partner
  • Ministry of Environment (MINAM) - Peru
  • Ministry of Environment and Forestry (KLHK) - Indonesia
  • Ministry of Environment and Sustainable Development - DR Congo
  • Ministry of Tourism and Environment - Republic Congo
  • Peat Restoration Agency (Badan Restorasi Gambut - BRG) - Indonesia
  • Peruvian Trust Fund for National Parks and Protected Areas (PROFONANPE)
Durchführungspartner
  • Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO)

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Aktualisierte Website der Global Peatlands Initiative mit Partnerplattform, virtuellem Pavillon und ein Tab für Projekte, die regelmäßig aktualisiert wird (globalpeatlands.org).
  • Am 17.11.2022 wurde auf der UNFCCC COP27 in Sharm El Sheikh (Ägypten) der Bericht "Global Peatlands Assessment - The State of the World's Peatlands: Evidence for action towards the conservation, restoration, and sustainable management of peatlands" vorgestellt.
  • Veröffentlichung des Buches "The Forests of the Congo Basin: State of the Forests 2021" (www.cifor.org/…) Buchkapitel "Peatlands of the central basin of the Congo Basin: Realities and perspectives" (www.cifor.org/…) auf der CBFP-Veranstaltung in Gabun, das einen Überblick über den Wissensstand zu den Mooren des Kongobeckens gibt und weiteren Forschungsbedarf und politische Lücken aufzeigt.
  • Die Süd-Süd-Zusammenarbeit des Projekts wird als globales Best-Practice-Beispiel 2022 auf der South-South Cooperation's South-South Galaxy Platform des UN-Büros für Süd-Süd-Zusammenarbeit (www.southsouth-galaxy.org) für den Monat April hervorgehoben, um die Arbeit des Projekts zur Förderung von SDG 13: Klimaschutz hervorzuheben und zu teilen (my.southsouth-galaxy.org/…).
  • Am 31.08.2022 teilte das Projekt den Wissensstand über den Wert der Moore im Kongo, einschließlich der Werte für Klima und Biodiversität, auf der Veranstaltung „Valuing Wetlands as Water, Nature and Climate Solutions“ zur Weltwasserwoche (www.worldwaterweek.org/…).
  • Am 07.07.2022 fand der nationale Workshop "Criteria and Indicators for Tropical Peatland Restoration: Exploring Holistic and Practical Approaches for Monitoring Tropical Peatlands" ein nationaler Workshop statt, der gemeinsam von UNEP, CIFOR, ITPC und USAID organisiert wurde, um das Handbuch für Praktiker zur Überwachung der Wiederherstellung von Mooren unter Verwendung von C&I-Ansätzen auszutauschen und gemeinsam auf eine effektive Wiederherstellung von Mooren hinzuarbeiten.
  • Im Rahmen der G20 EDM-CSWG unterstützte das Projekt Indonesien bei der Organisation einer Reihe von Workshops, um die Zusammenarbeit zwischen den G20-Ländern zu fördern und die Bedeutung von Mooren für die Unterstützung schneller Klima- und Naturmaßnahmen und für das Wohlergehen der Menschen zu erhöhen. Die Workshops fanden am 10.06.2022 und 19.06.2022 statt.
  • Das Projekt (02.06.2022) unterstützte die Gründung einer Bewegung von Einheimischen und Künstlern, um das Venice Agreement on Peatlands (ensayostierradelfuego.net/…) zu etablieren, dass während der Biennale di Venezia im chilenischen Pavillon von Turba Tol Hol-Hol Tol unterzeichnet wurde.
  • Am 10.05.0222 präsentierte sich die Global Peatlands Initiative auf dem Ideation Workshop der Group for Earth Observations (GEO) Wetlands Initiative. Der Workshop untersuchte Möglichkeiten zur Wiederbelebung der GEO Feuchtgebietsinitiative im Hinblick auf das GEO Arbeitsprogramm 2023-2025.-- Am 07.04. und 12.05.2022 veranstaltete die FAO im Rahmen der Globalen Feuchtgebietsinitiative Workshops zur Kartierung und Überwachung von Feuchtgebieten in Peru, um wichtige Überlegungen für die Ausarbeitung von Feuchtgebietskarten zu diskutieren. Am 13.07.2022 wurden in der Schulungsveranstaltung "Monitoring peatlands: a general overview" die wichtigsten Parameter für die Überwachung verschiedener Arten von Mooren erläutert und ein Überblick über die Möglichkeiten der Überwachung von Mooren gegeben.
  • Am 28.04.2022 hielt die Global Peatlands Initiative eine Grundsatzrede auf der Care Peat Conference. Die Diskussionen konzentrierten sich auf Wissen und Wissenschaft über Moore, Politik, Management und Wiederherstellungsperspektiven.
  • Der Bericht mit dem Titel "Economics of Peatlands Conservation, Restoration and Sustainable Management" wurde als Teil des Beitrags der Global Peatlands Initiative zur UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen veröffentlicht (www.unep.org/…).
  • Die beiden technischen Berichte „Needs and knowledge gaps on peatlands for climate action. Global survey results May 2020 – March 2021” und „Perú y las turberas: Necesidades y brechas de conocimiento. Resultados de la encuesta Mayo 2020 – Marzo 2021“ wurden auf der Grundlage der von der Global Peatlands Initiative durchgeführten Bewertung der Bedürfnisse und Wissenslücken der wichtigsten Interessengruppen in Bezug auf den Wissens- und Kapazitätsaufbau im Bereich Moore veröffentlicht (www.fao.org/… and www.fao.org/…).
  • Die „Global Peatland Map 2.0“, die von den Partnern der Global Peatlands Initiative im Global Peatland Pavilion während der UNFCCC COP26 vorgestellt wurde, verbessert das Basiswissen über die Lage und Ausdehnung von Mooren weltweit (wedocs.unep.org/…).
  • Einrichtung des Virtual Peatlands Pavilion mit Inhalten von mehr als 60 Organisationen (storage.net-fs.com/…). Global Peatlands Pavilion auf der UNFCCC COP26: 45 Sitzungen und Vernetzungsveranstaltungen vor Ort und online begrüßten mehr als 250 Vortragenden mit 2.700 Personen aus 100 Ländern, die sich auf der Online-Plattform registriert hatten. Die Global Peatlands Initiative leitete und/oder nahm an 15 Veranstaltungen im Pavillon teil und sprach bei zwei Veranstaltungen im indonesischen Pavillon (www.globalpeatlands.org/…).
  • Vierteljährlicher Newsletter der Global Peatlands Initiative.
  • Die Global Peatlands Initiative arbeitet mit Partnern zusammen, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Wiederherstellung und des Schutzes von Torfgebieten zu schärfen - in Europa mit Eurosite und der Peatlands Restoration Working Group und gemeinsam mit IUCN UK PP für die „Peatlands are“-Kampagne und mit North Pennines AONB für eine Staffel von weltweiten Pressemitteilungen - genannt das Global Peat Press Project „GP3“ Relay. Als nächstes wird die Global Peatlands Initiative / Eurosite-Kampagne für soziale Medien folgen.
  • Die Global Peatlands Initiative unterstützte die Demokratische Republik Kongo bei der Aufnahme von Mooren in ihren national festgelegten Beitrag (Nationally Determined Contribution, NDC) und unterstützt die Umsetzung einer nationalen Moorstrategie.
  • Die Global Peatlands Initiative unterstützt Peru bei der Aufnahme von Mooren in sein NDC.
  • Am 8. März 2021 verabschiedete die Umweltvollversammlung der Vereinten Nationen zum ersten Mal eine Resolution zu Mooren, die dem Schutz und der Wiederherstellung von degradierten Mooren einen Schub gibt (www.globalpeatlands.org/…).
  • Die Global Peatlands Initiative Veröffentlichung mit dem Titel „Smoke on Water Rapid Response Assessment - Countering global threats from peatlands loss and degradation“ enthält wichtige Informationen über die Lage, das Ausmaß und die Bedrohungen von Mooren sowie über die Maßnahmen zu deren Management und Schutz (www.grida.no/…).
  • Die Teams von Wild for Life und der Global Peatlands Initiative haben am 1. Oktober 2020 die "Global Peatlands Initiative/Wild for Life's next immersive journey to the Peatlands - an epic, nature-based solution" gestartet (wildfor.life/…).
  • Die Global Peatlands Initiative hielt im September 2020 ein Online-Seminar zum Thema "Kanadas Moore: Auf dem Weg zu einer nationalen Bewertung zur Förderung der Zusammenarbeit und zur Schaffung/Stärkung eines Netzwerks von Torfexperten und -expertinnen in Kanada" ab.
  • Im Juli 2020 fand ein Onlineseminar mit Chile statt: "Schutz und nachhaltige Nutzung von Mooren als naturbasierte Lösungen für den Klimawandel: internationale Erfahrungen", um eine nationale Roadmap für das Management von Mooren aufzustellen und die Unterstützung der Global Peatlands Initiative Partner und Partnerinnen zu mobilisieren.
  • Im Mai 2020 wurden Online-Seminare über den Wirkungsbereich des Projekts und den Stand des Wissens über Kartierung, Herausforderungen und Möglichkeiten für die Verwaltung von Torfgebieten in Peru abgehalten.
  • Gemeinsam mit den Vizeministern Perus und Indonesiens, dem Generaldirektor der Republik Kongo und dem Leiter der Torfabteilung der Demokratischen Republik Kongo wurde eine Global Landscapes Forum Konferenzsitzung mit dem Internationalen Zentrum für tropische Moore abgehalten, um die Akteure und Akteurinnen darüber zu informieren, warum Moore für die Ernährungssicherheit von Bedeutung sind. Wissenschaftler, Wissenschaftlerinnen und Gemeinden tauschten Wissen und Erfahrungen aus.
  • Im März 2020 fand ein Workshop zur Kartierung und zum Monitoring von Mooren statt, bei dem auch die Publikation „Peatland mapping and monitoring: recommendations and technical overview“ vorgestellt wurde (www.fao.org/…).
  • Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), die Universität Newcastle und das Internationale Tropenmoorzentrum richteten eine Global Peatlands Inintiative-Arbeitsgruppe (Tropical Peatlands Research Working Group) unter dem gemeinsamen Vorsitz von Mark Reed und Dianna Kopansky ein, um die Zusammenarbeit bei der Erarbeitung von zentralen Ergebnissen und gemeinsamen Vorschlägen zur Forschungsfinanzierung und Ausbildung zu fördern.
  • Die Global Peatlands Initiative unterstützt Chile bei der Umsetzung der nationalen Roadmap für die Erhaltung und nachhaltige Bewirtschaftung von Torfgebieten und bei der Einbeziehung von Torfgebieten in das chilenische NDC.
  • Ein „High Level Global Peatlands Initiative“-Partnertreffen fand vom 21.-23.03.2018 in Brazzaville statt. Im Rahmen dieses Treffens unterzeichneten die Umweltminister der Demokratischen Republik Kongo, Republik Kongo und Indonesien die „Erklärung von Brazzaville“ (Brazzaville Declaration), die u. a. eine enge Zusammenarbeit beim Schutz der Moore in den drei Ländern vorsieht.
  • Die Förderung des Projekts Global Peatlands Initiative durch das BMU wurde auf einer hochrangigen Veranstaltung im Rahmen des Global Landscapes Forums in Bonn, mit Beteiligung der indonesischen Umweltministerin (Siti Nurbaya Bakar) offiziell angekündigt.

Letzte Aktualisierung:
03/2024

Legende:

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Videos zum Projekt

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Video Thumbnail Global Peatlands Initiative: Opening of the Peatland Pavilion

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Video Thumbnail Coordinated by the Congopeat project, University of Exeter; University of Kisangani; Marien N’Gouabi University and UNEP-WCMC, the session provided information on the central Congo peatlands from the CongoPeat project, a network of 50 scientists working together to assess the size, carbon stocks and threats to these peatlands. The panellists highlighted some of the threats to this newly discovered ecosystem and presented some possibilities for the continued protection of these peatlands.

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