Programm Klimapolitik Brasilien II (PoMuC II)

Im Rahmen der Deutsch-Brasilianischen „Partnerschaft für eine sozial gerechte und ökologische Transformation“ unterstützt das Projekt den ökologisch und sozial gerechten Wandel durch transformative Klima-Governance in enger Zusammenarbeit mit brasilianischen Partnerministerien und Institutionen auf föderaler und Bundesstaats-Ebene. Dies beinhaltet die Übersetzung der Nationally Determined Contributions (NDC) in konkrete Sektorziele und Aktionspläne. Die Stärkung politischer Entscheidungsträger steht dabei im Mittelpunkt. Das Projekt unterstützt ebenso die verbesserte Zuteilung und den Zugang zu finanziellen Ressourcen zu Unterstützung von Klima-Initiativen. Es dient als Plattform zum Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen verschiedenen Ebenen und Sektoren. Von besonderer Bedeutung ist der thematische Fokus auf Energiewende, Klimagerechtigkeit und Artenvielfalt über das gesamte Projekt hinweg.

Projektdaten

Länder
Brasilien
IKI Förderung
10.000.000,00 €
Laufzeit
06/2024 bis 05/2029
Status
laufend
Durchführungs -organisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Politischer Partner
  • Ministry of Environment and Climate Change (MMA) - Brazil
  • Ministry of Finance (MF) - Brazil
  • Ministry of Science, Technology and Innovation (MCTI) - Brazil
Durchführungspartner
  • Association of State Environmental Entities (ABEMA)

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • PoMuC II fungiert als IKI-Schnittstellenprojekt in Brasilien.
  • Die brasilianischen Sektorpläne zur Klimaminderung und -anpassung wurden im März 2026 offiziell vorgestellt. PoMuC II leistet weiterhin technische Unterstützung für den Ausschuss für Klimawandel (CIM) und dessen Arbeitsgruppen und unterstützt die nationalen Klimapolitik bei der Konsolidierung ihrer Beratungsgremien (Wissenschaft, interföderale Koordination und gesellschaftliche Teilhabe).
  • Im Mai begann der Bundesstaat Amazonas durch die methodische Unterstützung von PoMuC II mit der partizipativen Ausarbeitung der strategischen Aktionsmatrix für den Plan zur Klimaanpassung und -minderung des Bundesstaates Amazonas. Dabei wurden strategisch wichtige staatliche Behörden und Institutionen zusammengebracht, um Maßnahmen zur Umsetzung der Klimapolitik des Bundesstaates zu erörtern, zu validieren und zu priorisieren.
  • Die Initiative der Indigenen Völker zu den NDCs wurde technisch unterstützt, unter anderem durch Bemühungen, ihre künftige Aufnahme als Anhang in Brasiliens offizielles NDC zu ermöglichen. Im Rahmen des Kuntari-Katu-Programms wurden 30 Vertreter*innen indigener Völker zu den drei Rio-Konventionen und zu internationalen Verhandlungsprozessen geschult.
  • PoMuC II unterstützt die Entwicklung von IndicaClima, der Klimatransparenzplattform des MMA, durch die Integration von Datenströmen, Indikatoren und Berichtsfunktionen, die auf die Arbeitsgruppen des Ausschusses für Klimawandel (CIM) abgestimmt sind.
  • In Zusammenarbeit mit der Nationalen Hochschule für öffentliche Verwaltung (ENAP) startete das Projekt im Juni 2026 den ersten Spezialisierungslehrgang zum Thema Klimawandel für Beamte. Der 18-monatige Kurs wird als Pilotprojekt durchgeführt und könnte je nach Ergebnissen und Bewertung in das Angebot der ENAP an Aufbaustudiengängen aufgenommen werden.
  • PoMuC II förderte Innovation und Klimafinanzierung durch den „Climate Innovation Hub“, der gemeinsam mit Impact Hub São Paulo und Catalyst 1.5 umgesetzt wurde. Der Hub unterstützte 15 Start-ups durch Mentoring, Networking und Zugang zu Investoren. Drei Finalisten – Apoena Bioindustrial, ForestFi und Genera – erhielten finanzielle Unterstützung und stellten ihre Lösungen auf der COP30 vor. Das Projekt war zudem Mitveranstalter des „Climate Tech Investment Summit“ und unterstützte im Vorfeld der COP30 das „Sustainable Innovation Forum“, bei dem weltweit führende Akteure zusammenkamen, um nachhaltige Investitionen und grüne Innovationen voranzutreiben. Parallel dazu entwickelt PoMuC II eine Methodik für einen Klimafonds, die Kosteneffizienz mit Kriterien für Klimagerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit und soziale Inklusion verbindet.
  • Zu den weiteren Ergebnissen zählen der Start einer überarbeiteten Website des Ausschusses für Klimawandel (CIM) und eines viel genutzten Leitfadens zur Klimakommunikation sowie eine im Vorfeld der COP30 durchgeführte nationale Basisstudie zur Wahrnehmung des Klimas und die Website „www.IKIbrasil.com“, auf der das IKI-Portfolio vorgestellt wird (auch auf Portugiesisch).
  • Im Mai fand das 9. IKI-Treffen in Brasilien statt, bei dem fünf „Communities of practice“ innerhalb des IKI-Netzwerks gegründet und ein „IKI-Manifest“ zur Vermittlung des IKI-Portfolios in Brasilien erarbeitet wurden. Der nationale Klimaplan wurde den Teilnehmern vorgestellt und mit ihnen diskutiert, wobei der Schwerpunkt auf der Umsetzung des Plans lag.

Letzte Aktualisierung:
09/2026

Legende:

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