Schutz von Seegras-Ökosystemen - Ernährungssicherung und Sicherung der Resilienz von vulnerablen Küstengemeinden
Seegras ist eine wesentliche Nahrungsquelle für Dugongs und andere Meerestiere und erbringt wichtige Ökosystemleistungen wie Fischereiproduktivität und Kohlenstoffbindung. Seegras-Ökosysteme gehen aufgrund des Drucks durch Küstenentwicklung, Fischerei und Bootsfahrt, Umweltverschmutzung und Klimawandel weltweit zurück. Informationen über ihren Zustand und die von ihnen erbrachten Leistungen fehlen. Das Projekt verringert diese Wissenslücken, indem es lokale NGOs und Gemeinden einbindet. Die NGOs werden in partizipativer Forschung geschult, um sie zu befähigen Daten zu sammeln und wichtige Seegrasgebiete zu identifizieren. Diese Informationen werden verwendet, um Gemeinden und Entscheidungsträger in die Entwicklung von Strategien zum Seegrasschutz einzubinden. Zudem werden alternative Geschäftsmodelle eingeführt, um Lebensgrundlagen zu verbessern und Mittel für den Schutz des Seegrases bereitzustellen. Dadurch wird die Nachhaltigkeit der Seegras-Ökosysteme im Indopazifik verbessert.
- Länder
- Indien, Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Timor-Leste
- IKI Förderung
- 5.280.000,00 €
- Laufzeit
- 01/2019 bis 12/2026
- Status
- laufend
- Durchführungs -organisation
- Secretariat of Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals (CMS) - Abu Dhabi
- Politischer Partner
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- Department of Environment and Natural Resources (DENR) - Philippines
- Ministry of Commerce, Industry and Environment - Timor Leste
- Ministry of Environment, Forest and Climate Change (MoEFCC) - India
- Ministry of Marine Affairs and Fisheries - Indonesia
- Phuket Marine Biological Centre - Thailand
- Sea Turtle and Marine Endangered Species Research Centre - Malaysia
- Durchführungspartner
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- Blue Ventures
- Marine Research Foundation MARECET
Stand der Umsetzung/Ergebnisse
- Wichtige Entwicklungen für Politiken (2023–2026):
- Thailand:
- Integration des Dugong- und Seegras-Schutzplans in den Provinzentwicklungsplan Trang; Ausweisung eines 286 ha großen Schutzgebiets auf Koh Mook sowie Ausweitung von Schutzmaßnahmen (z. B. Bootsrouten) und Stärkung lokaler Governance-Strukturen.
- Indonesien:
- Integration von Seegrasdaten in die maritime Raumplanung und Berücksichtigung in der nationalen Klimapolitik (NDC 2025); Aktualisierung nationaler Seegraskarten und Entwicklung weiterer Klimaschutzmaßnahmen.
- Philippinen:
- Integration von Seegrasökosystemen in die ECAN-Zonierung in Palawan und Stärkung nachhaltiger Küstennutzung.
- Timor-Leste:
- Einrichtung eines 247 ha großen lokal verwalteten Meeresgebiets (LMMA) in Hera auf Basis des Tara Bandu Gewohnheitsrechts.
- Malaysia:
- Überarbeitung des nationalen Dugong-Aktionsplans sowie laufende Bemühungen zur Einrichtung eines Schutzgebiets in Johor; Gespräche zum Beitritt zum Dugong MoU dauern an.
- Indien:
- Verzögerungen bei Projektaktivitäten durch Parallelinitiativen in Palk Bay, gleichzeitig Identifikation von Finanzierungsoptionen für Seegrasschutz (Blue Carbon).
- Erhebung umfassender Datensätze zu Seegrasverbreitung, Biodiversität, Kohlenstoffspeicherung (Blue Carbon) und Dugong-Populationen in sechs Ländern; Veröffentlichung eines globalen Statusberichts zum Dugong-Schutz (2025) sowie weiterer Studien und Monitoringdaten als Grundlage für politische Entscheidungen.
- Etablierung nachhaltiger Einkommensquellen mit direktem Beitrag zum Meeresschutz, u. a. durch Ökotourismus (Thailand), Gemeinschaftsunterkünfte (Timor-Leste), Spirulina-Produktion (Indonesien) sowie neue Einkommensmodelle für Küstengemeinden in Indien.
- Beiträge zu globalen Prozessen, u. a. durch Veranstaltungen und Veröffentlichungen im Rahmen des IUCN World Conservation Congress 2025 sowie ein Side Event bei CMS COP15 (03/2026); Stärkung regionaler Zusammenarbeit und Wissensaustauschformate.
- Entwicklung und Bereitstellung von Trainingsmaterialien, Videos und offenen Wissensressourcen zu Seegraskartierung, Blue Carbon und Monitoring; partizipative Kommunikationsformate erhöhen die Sichtbarkeit von Seegrasökosystemen und deren Bedeutung für Klima- und Biodiversitätsschutz.
- Informationen zum IKI-Beschwerdemechanismus sind nun auf der Projektwebsite Dugong and Seagrass Hub (www.dugongseagrass.org) verfügbar.
- Für die Website wurden eigene Social-Media-Kanäle eingerichtet auf
- Twitter (twitter.com/…)
- Instagram (www.instagram.com/…)
- Facebook (www.facebook.com/…).
Projekt-Website:
Letzte Aktualisierung:
06/2026
Relationen zum Projekt
Legende:
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