05.03.2024

Greening Central Banks für eine wirksame Durchführung von NDCs und eine nachhaltige Entwicklung

Bild einer Besprechung zum Thema Greening Central Banks
Frühjahrssitzung des Lenkungsausschusses der NDC-Partnerschaft (2023)

Erfahren Sie, wie die Initiative „Greening Central Banks“ der NDC-Partnerschaft den Finanzsektor mobilisiert, um die Durchführung des Pariser Klimaschutzabkommens voranzutreiben und widerstandsfähige Finanzsysteme zu unterstützen.

Die physischen Risiken des Klimawandels und ein unkoordinierter Übergang zu einer Netto-Null-Wirtschaft können die Finanzmärkte destabilisieren und die Weltwirtschaft durch die folgenden Faktoren erheblich beeinträchtigen: stark fallende Preise für Anlagegüter, geringere Rentabilität von Unternehmen, schrumpfende staatliche Einnahmequellen und höhere Kosten in der Versicherungsbranche. Diese Auswirkungen bedrohen das sozioökonomische Wohlbefinden und die Marktstabilität, weil sie mit einer erhöhten Volatilität, dem Verlust von Arbeitsplätzen, einem eingeschränkten Zugang zu Krediten und einem allgemeinen wirtschaftlichen Niedergang verbunden sind. Von diesen wirtschaftlichen Erschütterungen werden die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft, denen es an finanziellen Sicherheitsnetzen mangelt, am stärksten betroffen sein. 

Der Finanzsektor spielt eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, die Billionen an finanziellen Mitteln zu mobilisieren, die erforderlich sind, um die national festgelegten Klimaschutzbeiträge (NDCs) der Länder zu erreichen und die Wirtschaft bis zur Mitte dieses Jahrhunderts durch langfristige Niedrigemissionsstrategien (LT-LEDS) zu dekarbonisieren. Um die Ziele aus dem Pariser Klimaschutzabkommen zu erreichen, sind Finanzmittel in einer beispiellosen Höhe erforderlich. Schätzungen gehen davon aus, dass ein jährlicher Betrag in Höhe von 5,4 Billionen US-Dollar benötigt werden. Gleichzeitig ist der Bedarf an Finanzmitteln für die Anpassung an den Klimawandel in den Entwicklungsländern 10 bis 18 Mal höher als die öffentlichen Finanzströme, die derzeit international für die Anpassung bereitgestellt werden.
 
Als Marktregulierungs- und Aufsichtsbehörden befinden sich die Zentralbanken in einer einzigartigen Position, um die mit dem Klimawandel verbundenen finanziellen und wirtschaftlichen Risiken anzugehen. Sie können so ein förderliches Umfeld schaffen, das klimaverträgliche Investitionen beschleunigt. Viele Entwicklungsländer brauchen jedoch zusätzliche Kapazitäten und spezielle Kenntnisse, um den Klimaschutz in ihren Regulierungs- und Aufsichtsinstrumenten zu verankern, Risiken zu ermitteln und zu handhaben sowie Mittel für die Klimafinanzierung zu mobilisieren.
 
Um diese Bedürfnisse zu decken und auf die zunehmenden Anfragen ihrer Mitglieder zu reagieren, hat die NDC-Partnerschaft die Initiative Readiness Support for Greening Central Banks (GCB) ins Leben gerufen. Diese Initiative soll die Zentralbanken in Entwicklungsländern mit dem Wissen, den institutionellen Kapazitäten und den zugehörigen Systemen ausstatten, die sie brauchen, um vorbeugende Lösungsansätze für Klimarisiken verfolgen zu können. Weitere Ziele bestehen darin, grüne Investitionen zu sichern und zu fördern, die Lücke bei der Klimafinanzierung zu schließen und einen gesamtgesellschaftlichen Lösungsansatz beim Klimaschutz zu stärken.

Die IKI spielt eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung dieser Initiative

Im Rahmen der Greening Central Banks-Initiative werden 20 Länder dabei unterstützt, ihren Finanzsektor zu ökologisieren. Dazu gehören unter anderem Rahmenwerke für Klimarisiken und Stresstests, Taxonomie und Offenlegungsvorschriften, Roadmaps für den Finanzsektor sowie nachhaltige Investitionen. Bei der Durchführung dieser Initiative kommt der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) eine entscheidende Rolle zu. Mit einem finanziellen Beitrag in Höhe von 20 Millionen Euro hat die IKI gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) das Programm Greening Financial Systems ins Leben gerufen, eine Initiative, die auf Anfrage der NDC-Partnerschaft derzeit weltweit sieben Zentralbanken unterstützt. Weitere wichtige Partner, die die Initiative unterstützen, sind unter anderem die französische Entwicklungsagentur (AFD), das Vereinigte Königreich, die Weltbank und der Partnership Action Fund. 

Mit der Unterstützung der zahlreichen Mitglieder der NDC-Partnerschaft treiben die Zentralbanken den Schritt zu grüneren Finanzsystemen voran und beschleunigen den nachhaltigen Übergang zu einer kohlenstoffarmen und klimaresistenten Zukunft. Die Partnerschaft steht mit ihren mehr als 220 Mitgliedern bereit, diese Bemühungen zu unterstützen. So leistet sie vor Ort in den Ländern technische Hilfe und sorgt für den Kapazitätsaufbau. Alle diese Maßnahmen sind auf die Bedürfnisse und den Kontext der jeweiligen Zentralbanken zugeschnitten.

Die Greening Central Banks-Initiative geht in ihrer Arbeit aktiv auf die Ergebnisse der globalen Bestandsaufnahme (Global Stocktake) ein. Zu diesem Zweck mobilisiert sie wichtige Stakeholder, Investitionen schnell und in großem Umfang freizusetzen, Hindernisse für Investitionen zu beseitigen und den Klimaschutz in die nationalen Finanzsysteme zu integrieren. Die Initiative steht beispielhaft für einen Wandel hin zu einer stärkeren Koordination und zu programmatischen Lösungsansätzen, bei denen Regierungen, Entwicklungspartnerinnen und Entwicklungspartner sowie der private Sektor die grundlegenden Herausforderungen durch den Klimawandel gemeinsam angehen. 

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Kontakt

IKI Office
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Stresemannstraße 69-71

10963 Berlin

iki-office@z-u-g.org

Die NDC-Partnerschaft

Gemeinsam die nationalen Klimaschutzbeiträge fortschreiben und umsetzen. Lesen Sie hier wie die IKI die NDC-Partnerschaft unterstützt. 

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