22.12.2022

Synergien nutzen: Green Recovery und Energiewende in Südostasien

Die „Green Recovery und Energiewende Akademie in Südostasien“ fördert den regionalen Austausches über den Übergang zu einem grünen Energiesystem. 

Sechs Wochen lang haben die IKI-Projekte Saubere, bezahlbare und sichere Energie für Südostasien (CASE) und Strategische Umweltdialoge, in Zusammenarbeit mit dem United Nations Institute for Training and Research (UNITAR) für rund 50 Teilnehmende das Trainingsformat angeboten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus Indonesien, Philippinen, Thailand und Vietnam. 

Südostasien ist eine der energieintensivsten Regionen der Welt. Die rasche Urbanisierung und Industrialisierung hat zur Erhöhung der Treibhausgasemissionen geführt. Die Covid-19-Pandemie hatte zudem massive Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum der Region und sorgte für zusätzliche Herausforderungen, die Klimaschutzziele zu erreichen. Mittlerweile wird ein Energienachfragewachstum in den Jahren 2023 bis 2052 erwartet. Traditionell ist die Region auf fossile Energieträger angewiesen. So hat sich etwa der Kohleverbrauch seit 2010 mehr als verdoppelt. Allerdings gab es in den vergangenen Jahren auch Anzeichen für eine „saubere Energiewende“: Die Länder in der Region setzen auch auf neue Technologien, darunter Offshore-Windkraft (Vietnam), schwimmende Solarenergie (Indonesien) und Batteriespeicher im Versorgungsmaßstab (Thailand).

Blick auf Thailand, Vietnam und Philippinen

Folgerichtig konzentrierte sich die Akademie auf Indonesien, Thailand, Vietnam und die Philippinen, denn die Länder machen zusammen rund 80 Prozent des gesamten Energieanteils und der Bevölkerung der Region aus. Die Akademie zielte darauf ab, Kapazitäten aufzubauen sowie den Erfahrungsaustausch zwischen wichtigen Interessengruppen aus Südostasien anzuregen und zu erleichtern. Zudem wurden positive Erfahrungen aus bestehenden Initiativen in diesen Ländern genutzt, um gemeinsam über Möglichkeiten zur Skalierung im Kontext der anhaltenden Covid-19-Pandemie nachzudenken. Während die Akademie einerseits einen starken Peer-Learning-Fokus hatte, hat sie es den Teilnehmenden gleichzeitig ermöglicht, sich mit internationalen und regionalen Fachleuten auszutauschen, um Herausforderungen und Möglichkeiten für eine soziale Energiewende zu diskutieren. 

Wissen in die Praxis umsetzen

Die globale Klima- und Umweltkrise zeigt, dass wirtschaftliches Wachstum nur langfristig möglich ist, wenn es die planetaren Grenzen respektiert. Um grünes Wachstum und die Bemühungen der südostasiatischen Länder zu unterstützen, hat die Akademie dazu beigetragen, Kapazitäten aufzubauen und den Erfahrungsaustausch zur Unterstützung einer sauberen und integrativen Energiewende zu erleichtern. Ein Coaching-Mechanismus bat den Teilnehmenden außerdem die Möglichkeit, das Wissen und die Fähigkeiten, die sie während der Akademie erworben haben, in die Praxis umzusetzen. Dies zeigt sich in den Abschlussprojekten, zu denen unter anderem, Action Plans und Projektvorschläge gehörten.
 

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