Strategische Umweltdialoge

Mit der 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung und dem Pariser Klimaabkommen hat die Staatengemeinschaft eine ehrgeizige Zukunftsvision formuliert. In diesem Kontext unterstützt das Vorhaben das BMU in seinem Klima- und Umweltdialog mit bedeutenden Schwellenländern, unter anderem in Indien, Indonesien und China. Ergänzend zur Politikberatung hilft es bei der Durchführung und Organisation von hochrangigen bilateralen Umweltforen sowie regionalen und internationalen Konferenzen und führt kapazitätssteigernde Maßnahmen in den Fokusländern durch. An den Dialogformaten nehmen neben politischen Entscheidungsträgern und Entscheidungsträgerinnen auch Schlüsselakteure und -akteurinnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft teil. Ziel ist es, den bilateralen und internationalen Austausch über eine umweltfreundliche und kohlenstoffarme Wirtschaftsweise zu fördern, um die Konsensbildung zu entscheidenden Fragen in internationalen Prozessen zu Klima- und Umweltpolitik zu unterstützen.

Projektdaten

Länder
Argentinien, Brasilien, China, Kolumbien, Indien, Indonesien, Marokko, Südafrika, Thailand, Uruguay, Vietnam
IKI Förderung
9.350.000,00 €
Laufzeit
01/2014 bis 02/2023
Status
laufend
Durchführungs -organisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Politischer Partner
  • Diverse climate change relevant institutions in the respective partner countries/Diverse klimarelevante Institutionen in den entsprechenden Partnerländern
  • Ministry of Ecology and Environment - China
  • Ministry of Energy and Sustainable Development - Morocco
  • Ministry of Environment, Forest and Climate Change (MoEFCC) - India
  • Ministry of Environment - Brazil
  • Ministry of Environment and Forestry (KLHK) - Indonesia
  • Ministry of Environment and Sustainable Development - Argentina
  • Ministry of Housing, Territorial Planning and Environment (MVOTMA) - Uruguay *
  • Ministry of Natural Resources and Environment (MoNRE) - Viet Nam
  • National Development and Reform Commission (NDRC) - China
  • Office of Natural Resources and Environmental Policy and Planning - ONEP - Thailand
  • State Ministry of National Development Planning (BAPPENAS) - Indonesia

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Im Zusammenhang des durch das Vorhaben unterstützten, und durch Honduras in Zusammenarbeit mit Costa Rica und der Dominikanischen Republik eingereichten, Projekts der Bio-Bridge Initiative des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) wurden im September zwei Dialogveranstaltungen zur ökonomischen Bewertung mariner Ökosystemdienstleistungen umgesetzt. Basierend auf den Ergebnissen wurde ein regionaler Leitfaden erarbeitet, welcher neben der Darstellung anwendbarer Methoden auch der internationalen Positionierung der Region im Themenfeld dient und Anfang 2022 veröffentlicht wird.
  • In Kooperation zwischen dem Institut für Ausbildung und Forschung der Vereinten Nationen (UNITAR), dem Ministerrat der Zentralamerikanischen Kommission für Umwelt und Entwicklung (CCAD) sowie dem Vorhaben Biodiversität und Wirtschaft in Zentralamerika und der Dominikanischen Republik wurde von August bis September 2021 die Green Recovery Academy durchgeführt. Schwerpunkte waren der Aufbau von Kompetenzen und Stärkung des Erfahrungsaustausch, um regionale Green-Recovery-Ansätze zu entwickeln. Basierend auf den Ergebnissen wird vom 12 - 13.05.2022 ein hybrides Green-Recovery-Forum in Panama stattfinden. Das Forum soll dazu beitragen die Ergebnisse regionalen Entscheidungsträgern und Entscheidungsträgerinnen vorzustellen, die Teilnehmenden untereinander zu vernetzen und den Austausch zu fördern sowie die CCAD als wichtigste regionale Plattform für die Förderung von Green Recovery zu positionieren.
  • Im November 2020 fand ein virtueller Regionalworkshop zur Verbreitung der Kernbotschaften des Global Sustainable Development Reports (GSDR) 2019 statt. Der Bericht zeigt den aktuellen Umsetzungsstand der Sustainable Development Goals (SDG) und gibt Orientierungshilfen zu nachhaltiger Entwicklung und transformativen Entwicklungspfaden.
  • 2020 wurde ein regionales "Training of Trainers" in Asien als Online-Fortbildung zu nationalen Klimaschutzbeiträgen (NDCs) und SDGs, Leave no one behind in COVID-19-Maßnahmen sowie Digitalisierung im Rahmen der 2030-Agenda erfolgreich umgesetzt.
  • Indonesien:
    • Zusammen mit der Embedded Economic Advisor Initiative der NDC Partnerschaft wurde eine Green Recovery Roadmap Indonesien erarbeitet. Diese fokussiert sich auf die verstärkte Integration von Umwelt- und Klimaaspekten in den wirtschafltichen Wiederaufbau der Sektoren Energie, Landwirtschaft und Abfallwirtschaft
  • Kolumbien:
    • Mit Unterstützung von Deutschland war Kolumbien 2020 Gastgeber des Weltumwelttages.
    • Auf Grundlage dieser Zusammenarbeit wurde gemeinsam mit den bilateralen Vorhaben ProNDC der Podcast „De la recuperación verde, a la paz“ produziert. In fünf Folgen treffen kolumbianische und deutsche Experten und Expertinnen aufeinander und diskutieren zu aktuellen Themen der Green Recovery. Alle Folge sind unter folgendem Link abrufbar: open.spotify.com/… Zudem sollen die Folgen 2022 durch mehrere kolumbianische Radiosender ausgestrahlt werden.
  • Argentinien:
    • Gemeinsam mit den Partnern des argentinischen Umweltministeriums wurden der Dialog im Themenbereich Kreislauf- und Abfallwirtschaft fortgeführt. Am 16. und 18. Juli 2019 wurden zwei Open-Source-Circular-Economy-Days (OSCE days) in Kooperation mit dem deutschen Think Tank CRCLR durchgeführt, dabei kamen Experten, Umweltschützer und Innovatoren zusammen, um Ideen und Lösungen auszutauschen.
  • China:
    • Im Rahmen des deutsch-chinesischen Track-II-Dialogs zum Thema Klimawandel und nachhaltige Entwicklung unterstützt das Vorhaben die Arbeitsgruppe 3 zum Thema "Wissenschaft auf dem Weg zum langfristigen Strategieszenario für niedrige Treibhausgasemissionen und Kohlenstoffneutralität". Hier haben die Experten sechs Faktoren identifiziert, um das 1,5°C einzuhalten: Ausstieg aus der Kohleverstromung, starker Anstieg der erneuerbaren Energieerzeugung, Energieeffizienz, Elektrifizierung, Wasserstoff und Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS).
    • Im politischen Dialog mit China wurden die Themen Ressourcen- und Energieeffizienz deutlich vorangetrieben. Es finden regelmäßig Umweltforen statt. Das 6. Deutsch-Chinesische Umweltforum im Oktober 2019 setzte die Schwerpunkte u.a. auf den Kampf gegen den Klimawandel und den Erhalt der Artenvielfalt.
  • Indien:
    • Die Zusammenarbeit mit dem indischen Umweltministerium wurde verstetigt. 2014 und 2015 erarbeitete die „Indo-German Expert Group on Green and Inclusive Economy“ Empfehlungen für die Zusammenarbeit der Länder im Bereich der Wirtschafts- und Umweltpolitik. Seit 2015 wird der Wissensaustausch durch Arbeitsgruppen verstetigt und ausgebaut. Die bilateralen Arbeitsgruppen zu Wasserwirtschaft, Abfallmanagement, Stadtentwicklung, Klima und Biodiversität tagten erneut vor dem 3. Deutsch Indischen Umweltforum im Februar 2019 in Neu-Delhi. Der Schwerpunkt des Dialogforums wurde auf Kapazitäten und Technologien zur Implementierung der NDCs und SDGs gesetzt und es wurde beschlossen, gemeinsam die Vermeidung von Meeresmüll voranzutreiben.

Legende:

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