Politikberatung für eine klimaresiliente Wirtschaftsentwicklung

Kompetenzen zur modellgestützten Bewertung der landesspezifischen Klimawandelauswirkungen auf die Wirtschaftsentwicklung sind in vielen Ländern nicht ausreichend vorhanden. Die Quantifizierung der ökonomischen Auswirkungen kann dabei unterstützen, wissensbasierte Politikentscheidungen zu treffen, die für eine klimaresiliente Wirtschaftspolitik mit für Investitionen in zukunftsfähige Sektoren und eine effektive Anpassungsplanung notwendig sind. Das Projekt setzt deshalb gemeinsam mit lokalen Akteuren Methoden und Instrumente zur Berechnung von ökonomischen Klimawandelauswirkungen sowie deren Nutzen für die Politikgestaltung modellhaft um und stellt sie Regierungen sowie Entwicklungsakteurinnen und -akteuren zur Verfügung. Das Vorhaben fördert den internationalen Austausch durch Vernetzung mit thematischen Plattformen, Studien und den aufbereiteten Projekterfahrungen, um zur Nachahmung der Projektmaßnahmen anzuregen.

Projektdaten

Länder
Georgien, Kasachstan, Vietnam
IKI Förderung
4.000.000,00 €
Laufzeit
01/2019 bis 03/2023
Status
laufend
Durchführungs -organisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Politischer Partner
  • Ministry of Economy and Sustainable Development (MoESD), Georgia
  • Ministry of National Economy – Kazakhstan
  • Ministry of Planning and Investment - Viet Nam
Durchführungspartner
  • Central Institute for Economic Management (CIEM)
  • Institute of Economic Research
  • Ministry of Economy and Sustainable Development (MoESD), Georgia

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das CRED-Vorhaben hat gemeinsam mit den Partnern in Georgien, Kasachstan und Vietnam makroökonomischen Modelle entwickelt, welche die Länder- und sektorspezifischen Folgen des Klimawandels auf Einkommen und Beschäftigung berechnen und aufzeigen können, dass Investitionen in Anpassungsmaßnahmen wirksam und rentabel sind.
  • In Georgien und Kasachstan wurde mit Experten von der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS) dynamische Input-Output Modellen (e3.ge, e3.kz) erstellt und in Vietnam mit dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) ein allgemeines dynamisches Gleichgewichtsmodell (DGE-CRED). In den Ländern nahmen 10-30 Ökonom*innen an den Schulungen teil, teils als Modellentwickler*innen oder Modellanwender*innen.
  • Durch Coachings wurden in 2021 die ausgebildeten Ökonom*innen bei der Berechnung mehrerer Anpassungsmaßnahmen in ausgewählten Sektoren (Landwirtschaft, Tourismus/Infrastruktur in Georgien und Landwirtschaft, Energie und Infrastruktur in Kasachstan, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Wohnungsbau in Vietnam) unterstützt.
  • Sektorale Kurzdarstellungen und Infografiken zu den Ergebnissen sind für jeden Sektor verfügbar sowie ausführliche nationale Berichte, in denen die Erfahrungen mit der Modellierung und Ergebnisse dargestellt werden.
  • Der politische Dialog zur Nutzung der Ergebnisse und weitere Modellierung in Langfriststrategien wurde in Georgien zwischen Umwelt- und Wirtschaftsministerium begonnen und wird in allen drei Ländern in 2022 fortgesetzt. Stakeholder Dialoge und nationale wie internationalen Veranstaltungen sind geplant.

Letzte Aktualisierung:
10/2022

Legende:

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