Schutz und nachhaltige Nutzung der Meeresbiodiversität der marinen Ökoregion Benguelastrom

Das Projekt hatte zum Ziel, das nachhaltige Management der Meeresbiodiversität und natürlichen marinen Ressourcen des Benguelastroms durch die Weiterentwicklung von Kapazitäten der Benguela Current Convention und ihrer Vertragsstaaten zu stärken. Dies wurde durch die Beschreibung der ökologisch oder biologisch bedeutsamsten Meeresgebiete (EBSAs) sowie die Umsetzung von Maßnahmen für deren Schutz und nachhaltige Nutzung erreicht. Zudem war die Institutionalisierung und Umsetzung von Meeresraumplanung vorgesehen. Die Verbreitung der Projektergebnisse und -erfahrungen sowie der erprobten Konzepte und Instrumente für EBSAs und MRP zielten darauf ab, die Produkte des Projekts in nationalen, regionalen und internationalen Politik- und Verhandlungsprozessen zu integrieren. Das Projekt unterstützte somit die Anrainerstaaten der Ökoregion dabei, eine gemeinsame Vision zur sozioökonomisch und ökologisch langfristig tragfähigen, menschlichen Nutzung des Meeresraums zu entwickeln und umzusetzen.

Projektdaten

Länder
Angola, Namibia, Südafrika
IKI Förderung
11.680.000,00 €
Darin enthaltene Vorbereitungsphase
96.626,45 €
Laufzeit
08/2014 bis 03/2024
Status
abgeschlossen
Durchführungs -organisation
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Politischer Partner
  • Benguela Current Convention (BCC)
  • Department of Environment, Forestry and Fisheries (DEFF) - South Africa*
  • Ministry of Agriculture and Fisheries –Angola
  • Ministry of Fisheries and Marine Resources - Namibia
Durchführungspartner
  • Benguela Current Convention (BCC)
  • Department of Environmental Affairs (DEA) - South Africa*
  • Department of Forestry, Fisheries and the Environment (DFFE) - South Africa
  • Department of Mineral Resources and Energy (DMRE) - South Africa
  • Department of Transport - South Africa
  • Ministry of Agriculture and Fisheries –Angola
  • Ministry of Culture, Tourism and Environment - Angola
  • Ministry of Environment, Forestry and Tourism - Namibia
  • Ministry of Fisheries and Marine Resources - Namibia
  • Ministry of Mineral Resources, Petroleum and Gas - Angola
  • Ministry of Mines and Energy - Namibia
  • Ministry of Transport - Angola
  • Ministry of Works and Transport - Namibia

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

Das Projekt ist abgeschlossen.

  • Eine Projektwebseite zur Sicherung und Verbreitung der Projektergebnisse steht zur Verfügung unter: marisma-bclme.com/…
  • Die drei Baseline-Mapping-Berichte für die wichtigsten marinen Ressourcen und sektoralen Meeresraumnutzungen in der Ökoregion lagen vor.
  • Das regionale Benguela Current Convention (BCC)-Geodatenportal bietet freien Zugang zu den planungsrelevanten räumlichen Daten der BCC-Länder: geodata.benguelacc.org
  • Grenzüberschreitende Raumplanungsszenarien wurden verifiziert und dienten als Grundlage zur Entwicklung der nationalen marinen Raumpläne in den grenznahen Gebieten.
  • In Südafrika wurde die Entwicklung des Ende 2019 veröffentlichten, nationalen Zustandsberichts zur marinen Biodiversität (bgis.sanbi.org/…) unterstützt, der als wichtiger Beitrag zum Baseline-Mapping-Bericht dient. Auf dieser Grundlage wurde der Marine and Coastal Spatial Biodiversity Plan (Link: cmr.mandela.ac.za/…) entwickelt.
  • Aufbauend auf dem Entwurf des Meeresraumplans (MRPs) für die zentrale Küstenregion Angolas wurde der MRP auf die gesamte angolanische Ausschließliche Wirtschaftszone ausgeweitet und im Februar 2023 vom Ministerrat genehmigt.
  • Der Entwurf des MRPs für die zentrale Küste Namibias und dessen strategische Umweltprüfung wurden unter Einbindung von Stakeholdern finalisiert.
  • Die Entwicklung des südafrikanischen Strategiedokuments für die MRP-Umsetzung, welches den Rahmen und die Richtlinie für die Entwicklung der vier subnationalen Pläne darstellt, lag vor.
  • In allen drei Ländern wurden nationale und grenzübergreifende Beschreibungen der „ökologisch oder biologisch bedeutsamen Meeresgebiete“ (EBSAs) überarbeitet (16) bzw. neu (12) definiert. Diese fanden Eingang in den Raumplanungsprozess und waren Grundlage für die Ausweisung neuer Meeresschutzgebiete. Im März 2020 reichte Namibia, im September 2020 Südafrika und im Mai 2021 Angola diese EBSAs bei der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) ein.
  • Eine regionale Strategie zu MRP unter der regionalen Benguelastromkonvention wurde von der zuständigen Kommission im Oktober 2018 verabschiedet und dient als regionale Leitlinie zur Umsetzung von MRP.
  • In Namibia wurde eine Blue Economy Policy von einem interministeriellen Gremium erarbeitet.
  • Mitte August 2019 hatte der angolanische Präsident João Lourenço per Dekret ein 16-köpfiges Ministergremium zu Meeresangelegenheiten etabliert.
  • Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa hatte das Gesetz zu MRP im April 2019 unterzeichnet und im April 2021 in Kraft treten lassen.
  • Ein Film zu Meeresraumplanung „Marine Spatial Planning in a nutshell“ (youtu.be/…) wurde in die lokalen Sprachen Afrikaans, Xhosa, Zulu und Portugiesisch übersetzt.
  • Mehrere Artikel wurden in wissenschaftlichen Zeitschriften und Fachbüchern publiziert (1) doi.org/…; 2) doi.org/…; 3) doi.org/…; 4) doi.org/…).

Letzte Aktualisierung:
07/2024

Legende:

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