Unterstützung für indigene Völker und gemeinschaftlich erhaltene Gebiete und Territorien (ICCAs)

Indigene Völker und lokale Gemeinschaften spielen eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung der biologischen Vielfalt. Das Projekt unterstützt in 45 Ländern diese Bevölkerungsgruppen, ihren traditionellen Lebensraums und die Biodiversität zu erhalten, unter anderem durch einen Kleinprojektefonds. Zudem werden Wissen und Ressourcen in den lokalen Gemeinschaften aufgebaut, um Schutzgebiete zu managen und zu erhalten. So soll ein gerecht gemanagtes Schutzgebietsnetzwerk entstehen, und die Lebensbedingungen der lokalen Gemeinschaften werden verbessert. Ebenfalls sollen traditionelle Kenntnisse und Nutzungen in staatlichen Planungsprozessen anerkannt und berücksichtigt werden. Darüber hinaus werden die Partnerländer bei der Umsetzung ihrer Schutzgebietsstrategien beraten und unterstützt. Als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie wurde das Projekt erweitert, um die direkten Auswirkungen der COVID-19-Pandemie abzumildern und einen Beitrag zur Prävention von Pandemien zu leisten.

Projektdaten

IKI Förderung
27.000.000,00 €
Laufzeit
11/2013 bis 12/2023
Status
laufend
Durchführungs -organisation
United Nations Development Programme (UNDP)
Politischer Partner
  • Secretariat of the Convention on Biological Diversity (SCBD) - Canada
Durchführungspartner
  • Indigenous Peoples and Community Conserved Territories and Areas (ICCA Global Consortium)
  • International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) - Switzerland

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • ICCA-GSI nahm 2022 an verschiedenen Foren teil, um zur Erreichung des Globalen Rahmens für die biologische Vielfalt nach 2020 beizutragen, namentlich am Central Africa Regional Parks Congress in Goma, DRC (März 2022), dem 2. Asia Parks Congress in Kota Kinabalu, Malaysia (Mai 2022), der zweiten hochrangigen internationalen Konferenz zur internationalen Aktionsdekade "Wasser für nachhaltige Entwicklung" 2018-2028 in Duschanbe, Tadschikistan (Juni 2022), und dem 1. Africa Parks Congress (Juli 2022) in Kigali, Ruanda.
  • Der ‚State of IPLCs Report‘ und der ‚Territories for Life: 2021 Report‘ wurden im Jahr 2021 veröffentlicht.
  • Im Rahmen der Projekterweiterung im Jahr 2021 wurden zusätzliche Kleinprojekte in 45 Ländern gefördert und eine weitere Website eingerichtet. In 45 Ländern wurden Schulungen zum Monitoring und zu den Instrumenten zur Erfassung von Indikatoren durchgeführt.
  • Bis September 2022 kamen insgesamt 654 umgesetzte/laufende Projekte 709.000 Menschen direkt zugute und haben über 3 Millionen Hektar Land positiv beeinflusst. Insgesamt 559.059 Menschen haben die Fähigkeit erlangt, ihre ICCAs gemäß ihren selbstbestimmten Prioritäten zu verwalten.
  • Das Projekt legt einen klaren Schwerpunkt auf das Wissensmanagement, um die Auswirkungen der Projekte zu verdeutlichen. Einige Beispiele sind die Sicherung der Landrechte indigener Völker und lokaler Gemeinschaften in Madagaskar (www.sgp.undp.org/…) und die Bedeutung von Frauen bei der Erhaltung und Weitergabe von traditionellem Wissen in China (www.sgp.undp.org/…). Darüber hinaus steht eine Reihe von Wissensmanagement-Instrumenten zur Unterstützung der ICCAs zur Verfügung. Dazu gehören eine Datenbank für Kapazitätsaufbau und Wissenstransfer, eine Website für die Registrierung von ICCAs, Webinare und Schulungen in den Zielländern sowie Veranstaltungen auf Konferenzen.
  • UNEP-WCMC hat eine Online-Informationsplattform für ICCAs gestartet (Juli 2017), die das UNEP WCMC-Datenhandbuch ergänzt. Die Aufzeichnungen der Webinare sind in Englisch, Französisch und Spanisch auf dem YouTube-Kanal des UNEP WCMC verfügbar. (www.youtube.com/…) Bis September 2022 haben sich 380 ICCAs in 29 Ländern selbst in die Datenbanken von WDPA und Global ICCA Registry gemeldet.
  • Der ICCA Self-Strengthening Process (SSP) wurde vom Global ICCA Consortium abgeschlossen und den ICCA-GSI-Ländern in Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch zur Verfügung gestellt (www.iccaconsortium.org/… php/2017/04/14/self-strengthening-iccas-guidance-on-a-process-and-resources-for-custodian-indigenous-peoples-and-local-communities/)
  • Beispiele für hochrangige Treffen sind ein bilaterales Treffen mit der UN-Sonderberichterstatterin für die Rechte indigener Völker (Vicky Tauli-Corpuz) und mit dem UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte und Umwelt, David Boyd, während des UN-Menschenrechtsrats in Genf (März 2020), der GCF Advocacy Group of Indigenous Peoples während des UNPFII, des UNFCCC SBSTA 50 (Juni 2019), des Thematischen Workshops über Menschenrechte als Voraussetzung für die Umsetzung des Globalen Rahmens für die biologische Vielfalt nach 2020 in Chiang Mai, Thailand (Februar 2020), eines Online-Dialogs über "Reimagining Conservation: Aligning conservation and human rights" auf der UN-Generalversammlung (September 2020).

Letzte Aktualisierung:
01/2023

Legende:

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Videos zum Projekt

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