20.11.2025

COP30 Local Leaders Forum: Lokales Handeln für globale Klimaziele

Auf der internationalen Konferenz in Rio de Janeiro beteiligte sich die Internationale Klimaschutzinitiative aktiv an den aktuellen Diskussionen zu Klimawandel und nachhaltigen Stadtentwicklung.

Globale Klimaschutzanstrengungen durch lokale Maßnahmen voranzutreiben ist ein wesentlicher Bestandteil der IKI-Community für nachhaltige Stadtentwicklung. Oft sind Städte sogar Vorreiterinnen beim Klimaschutz: Aktuelle Daten des C40-Städtenetzwerks zeigen, dass 73 Prozent seiner Mitgliedsstädte ihren CO2-Emissionshöchststand bereits überschritten haben und ihre Emissionen schneller reduzieren als ihre jeweiligen nationalen Regierungen.

Die Rolle von Städten bei der Bekämpfung des Klimawandels

Mehrere IKI-Projekte, die auf subnationaler und städtischer Ebene arbeiten, nahmen daher am diesjährigen „COP30 Local Leaders Forum“ teil. In Vorbereitung auf die anschließende COP30 in Belém organisierten die brasilianische COP-Präsidentschaft und Bloomberg Philanthropies diese Veranstaltung vom 3. bis 5. November 2025 in Rio de Janeiro.

Das dreitägige Forum diente als Rahmen für mehrere städtebezogene Veranstaltungen, darunter der C40 World Mayors Summit. Vertreten waren rund 100 Städte aus dem „C40 Cities Network“ (z. B. Rio de Janeiro, London, Paris, Freetown, Oslo, Kopenhagen, Tshwane, Jakarta, Melbourne, Bogotá, Lima) sowie zahlreiche Bürgermeister*innen, die im „Global Covenant of Mayors“ organisiert sind. Im Mittelpunkt standen die politische Führungsrolle der Städte im Kampf gegen die Klimakrise, bisherige Erfolge bei städtischen Klimaschutzmaßnahmen und die Ankündigung ehrgeiziger Klimaziele für die Zukunft.

Im Rahmen der gemeinsamen Abschlusserklärung des Local Leaders Forums bekundeten die Vertretenden, die rund 14.000 Städten und Gemeinden repräsentieren, ihre Bereitschaft, als aktive Partner*innen der nationalen Regierungen am Mehrebenen-Ansatz zur Erreichung der Klimaziele mitzuwirken und eine Pipeline von über 2.500 transformativen, lokalen Projekten zu entwickeln.

Vor Ort in Rio de Janeiro: IKI-Projekte liefern Ideen für städtische Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen

Mehrere urbane Projekte der IKI beteiligten sich aktiv an den Veranstaltungen des COP30 Local Leaders Forum in Rio, unter anderem mit folgenden Beiträgen:

IKI-Projekt: Klimaanpassung in Städten: Wassersensible Stadtplanung

Das neue IKI-Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Ministerium für Städtebau vorgestellt und war Thema der Sessions “Urban Planning: The Key to Livable Cities” und “Investors Roundtable – Unlocking Investment for Cities and Nature.” Zu den Teilnehmenden gehörten Vertreter*innen des brasilianischen Ministeriums für Städtebau, des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit, von UN-Habitat sowie verschiedene Bürgermeister*innen, internationale Stadtverantwortliche und Expert*innen. Das Projekt zielt darauf ab, die Kapazitäten für die Anpassung an den Klimawandel im Bereich Wasser in sieben Metropolregionen Brasiliens deutlich zu verbessern, wobei der Schwerpunkt auf gefährdeten Gemeinden liegt.

IKI-Projekt: Unterstützung der Cities Climate Finance Leadership Alliance II

Das Projekt finanziert unter anderem das Sekretariat der Cities Climate Finance Leadership Alliance (CCFLA).  Die Leiterin des Sekretariats moderierte eine Podiumsdiskussion während des C40 World Mayors Summits zum Thema “Climate Finance: Unlocking Urban Investment”. An der Veranstaltung nahmen Bürgermeister*innen aus aller Welt teil, um zu diskutieren, welche Maßnahmen sie zur Finanzierung städtischer Klimaschutzmaßnahmen ergreifen. Die CCFLA brachte sich auch in einen Runden Tisch zum Thema “Accelerating Solutions for Local Climate Action” vom brasilianischen Ministerium für Städtebau ein. Das Treffen brachte Regierungschefs, Bürgermeister*innen und globale Partner zusammen, um den “Plan to Accelerate Resilient Urban Infrastructure” im Rahmen der COP30-Aktionsagenda vorzustellen. Außerdem wurde ein Strategiepapier zur Mobilisierung von privatem Kapital vorgestellt. 

IKI-Projekt: Unterstützung der nationalen Agenda für nachhaltige Stadtentwicklung in Brasilien (ANDUS)

Das IKI-Projekt unterstützte eine Vielzahl von Veranstaltungen mit deutscher Beteiligung. Darüber hinaus nahm das ANDUS-Projekt selbst an der Diskussionsrunde „Accelerating Solutions for Local Climate Action“ teil, um über seine Erfahrungen mit der Kapazitätsentwicklung auf lokaler Ebene in Brasilien zu sprechen sowie darüber, wie Städte bei der Vorbereitung lokaler Projekte für Klimaschutzmaßnahmen unterstützt werden können.  Bei einer weiteren Veranstaltung, dem CCFLA „Pre-COP30 Roundtable: Coordinating Actions for Financing Nature-Based Solutions in Urban Areas in Brazil”, moderierte der ANDUS-Projektkoordinator eine Diskussionsrunde zum Thema “Presentations of Technical Resources on SBN Financing in Brazil”: Während dieser Sitzung wurden zwei vom Ministerium für Städte und der Universität UCCRN-LA mit Unterstützung von ANDUS und UN-Habitat entwickelte Instrumente vorgestellt: der „Katalog städtischer Klimainitiativen” sowie die damit verbundene Plattform für städtische Klimainitiativen

Der City Climate Finance Gap Fund (GAP Fund)

Der Gap Fund, der ebenfalls von der IKI unterstützt wird, hat die „Nature-Based Solutions (NbS) Knowledge Trilogy” veröffentlicht: 

  • Catalogue of NbS for Open Spaces: hilft Städten dabei, geeignete naturbasierte Lösungen zu finden, 
  • NbS Methodology: ein Leitfaden zur Bewertung und Quantifizierung ökologischer, wirtschaftlicher und sozialer Risiken und Benefits, 
  • Business Care Guidance: unterstützt die Umsetzung von Fluss- und Parkkonzepten in resilienten, städtischen Räumen.

Ebenfalls vor Ort waren die beiden IKI-Projekte „ACCESS: Beschleunigung des Zugangs zu kohlenstoffarmen urbanen Mobilitätslösungen durch Digitalisierung“ und „Programm der Nationalen Entwicklungsbanken für städtische Klimaschutzmaßnahmen (NUCA)“.

Coalition for High Ambition Multilevel Partnerships for Climate Action (CHAMP)

Auf dem Local Leaders Forum wurden auch Mehrebenen-Ansätze für Klimaschutzmaßnahmen und die Bedeutung der Verbesserung der Rahmenbedingungen auf nationaler Ebene für subnationale Klimaschutzmaßnahmen und Klimafinanzierung hervorgehoben. Die CHAMP-Verpflichtungserklärung (Coalition for High Ambition Multilevel Partnerships for Climate Action) - zu der bereits mehrere Projekte aus der IKI-Städtegemeinschaft beitragen - war in diesem Zusammenhang ein Schlüsselelement: Deutschland und Brasilien verkündeten ihre Absicht, den gemeinsamen Vorsitz der CHAMP-Initiative zu übernehmen, und die Europäische Union (EU) gab ihren Beitritt zu CHAMP bekannt.

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Kontakt

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Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Stresemannstraße 69-71

10963 Berlin

iki-office@z-u-g.org

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