24.06.2022

Synergien für eine nachhaltige Entwicklung in Peru

Flusslandschaft

Im April fand das vierte Jahrestreffen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) zu Peru als virtuelle Veranstaltung statt. Die Veranstaltung mit rund 100 Teilnehmenden informierte über die Prioritäten der IKI und bot die Möglichkeit, Erfahrungen zwischen den IKI-Projekten und den Partnerinnen und Partnern in Peru auszutauschen. Darüber hinaus ging es darum, Synergien zwischen den 49 IKI-Projekten, die derzeit in Peru umgesetzt werden, zu ermitteln, zu bewerten und zu fördern.

Kooperation zwischen Peru und Deutschland

Das Treffen begann mit einem Grußwort der peruanischen Regierung, das Yamina Silva, stellvertretende Ministerin für strategische Entwicklung von natürliche Ressourcen vom peruanischen Umweltministerium (MINAM), übermittelte. Sie ging dabei auf die Kooperation und Partnerschaft ein, die zwischen Deutschland und Peru bestehe, um Themen von globaler Bedeutung für den Klimaschutz und die Biodiversität anzugehen. Dies bekräftigte auch Stephan Contius, Beauftragter für die Agenda 2030 und Referatsleiter für die Vereinten Nationen, Entwicklungs- und Schwellenländer, im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). Contius hob hervor, dass, „diese Veranstaltung eine Gelegenheit bietet, die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen IKI-Projekte zusammenzubringen und Ideen in Ergebnisse umzusetzen“.

Es folgte ein Beitrag von Birte Derrix aus dem für die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) zuständige Referat im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), die die neue Struktur der IKI vorstellte. Sie betonte in ihrem Vortrag, dass die Schnittstellenprojekte und deren Netzwerk – wie das auch für Peru der Fall ist – einen wesentlichen Teil der Arbeit der IKI in den Partnerländern darstelle.

Was die Prioritäten und Synergien Perus in Bezug auf Klimaschutz und Biodiversität angeht, so hob Milagros Sandoval, Generaldirektorin für Klimaschutz und Wüstenbildung am MINAM, hervor, dass sich Peru dazu verpflichtet hat, kurz-, mittel- und langfristige Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen. Sie fügte hinzu, dass die Erklärung des Klimanotstands in diesem Sinne als ein Mandat verstanden wird, das zu einer abgestimmten Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteurinnen und Akteuren führt. Darüber hinaus erklärte José Álvarez, Generaldirektor für Biologische Vielfalt am MINAM, dass die vor dem globalen Rahmenkonzept für die Zeit nach 2020 eingegangenen Verpflichtungen und die neue nationale Umweltrichtlinie Perus Prioritäten für die Agrobiodiversität, Wälder, Feuchtgebiete, marine Biodiversität und Gebirge definieren.

Synergien zwischen den IKI-Projekten in Peru

Im Rahmen der Veranstaltung wurden vorab aufgezeichnete Videos über die Erfahrungen einiger Durchführungsorganisationen in den Umsetzungsprozessen im Jahr 2021 sowie ein Rückblick auf eine Auswahl von Synergien, die im letzten Jahr ermittelt und implementiert wurden, gezeigt. Diese Auswahl wurde von Vertreterinnen und Vertretern von sechs IKI-Projekten vorgestellt:

  • Ökosystembasierte Anpassungsmaßnahmen für integriertes Küsten- und Meereszonenmanagement,
  • Klimakapazitätsbildung: Risikovorhersage und -Minimierung,
  • Integriertes Klimawandelmanagement in Gemeindereservaten im Regenwald Amazoniens,
  • Green Economy Transformation in Kooperation mit der Partnership for Action on Green Economy (PAGE) – Synergien zwischen Niedrigemissionspfaden und den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDG)
  • Ausweitung von ökosystembasierter Anpassung in Bergregionen: Erkenntnisse gewinnen, Erfolge wiederholen und die Politik informieren

Ein zentrales Thema, das in diesem Block angesprochen wurde, war die Ermittlung und Förderung möglicher Synergien zwischen den IKI-Projekten für das Jahr 2022. Die Vertreterinnen und Vertreter der Projekte priorisierten jeweils drei Themen, die für die Umsetzung ihres Projektes wichtig sind, sodass andere Projekte gemeinsame Themen festlegen und Gespräche aufnehmen können, um ihre Bemühungen und ihre Zusammenarbeit zur Umsetzung dieser Synergien zu koordinieren. Bisher wurden rund 20 Themen ermittelt, die zu möglichen Synergien führen könnten.

Die nächsten Schritte für die IKI in Peru

Georg Schmid, verantwortlich für das IKI-Schnittstellenprojekt Peru, informierte über die derzeit laufende Aktualisierung der Strategie für das Kommunikations- und Wissensmanagement der IKI-Schnittstelle Peru. So werden beispielsweise virtuelle regionale, thematische Treffen mit den fünf anderen IKI-Schnittstellen in Lateinamerika und der Karibik sowie thematische Treffen ausschließlich für peruanische IKI-Projekte organisiert. Die Treffen für die IKI-Projekte in Peru werden voraussichtlich in Präsenz stattfinden und sollen dazu dienen, die bilateralen Gespräche zwischen den IKI-Projekten zu verstärken. Darüber hinaus wird ein redaktioneller Workshop organisiert, um die Inhalte der Peru-Webseite der IKI zu verbessern und zu erweitern.

Das Treffen endete mit einem Schlusswort von Florian Theus, Referatsleiter – Entwickungszusammenarbeit an der deutschen Botschaft in Lima, der betonte, dass „sich Deutschland und Peru seit mehr als 30 Jahren gemeinsam den globalen Herausforderungen wie Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität stellen“. Er brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die für 2022 ermittelten Synergien in den kommenden Monaten umgesetzt werden können, und dass dieser Wissensaustausch fruchtbar für den Fortschritt von Peru auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung sein wird.

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Kontakt

IKI Office
Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH
Stresemannstraße 69-71

10963 Berlin

iki-office@z-u-g.org

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