Costa Rica
Stand: Oktober 2026
Costa Rica gehört zu den sogenannten Megadiversitätsländern: In dem kleinen mittelamerikanischen Land mit Pazifik und Atlantikküste sowie einer Reihe von Vulkanen findet sich eine Vielzahl an unterschiedlichen Ökosystemen und eine immense Artenvielfalt.
Schnittstellenprojekt
In den meisten Schwerpunktländern der IKI gibt es sogenannte IKI-Schnittstellenprojekte, die feste Projektbüros in den Hauptstädten haben. Neben ihrem eigenen landesspezifischen Projektauftrag gehört es zu den Aufgaben der Schnittstellenprojekte, engen Kontakt zu den Umwelt- und Klimaministerien zu halten sowie die klima- und biodiversitätspolitische Vernetzung mit anderen relevanten Ministerien sicherzustellen. Darüber hinaus arbeiten die Schnittstellenprojekte daran, alle IKI-Projekte im Land und in der Region miteinander zu vernetzen und so Synergien zu fördern.
In Costa Rica wird die Schnittstellenfunktion derzeit vom Projekt ACCIÓN Clima IV - Regionaler Wissensaustausch und Umsetzung von Biodiversitäts- und Klimastrategien übernommen.
Schwerpunkte des Projekts
- Umsetzung von Klima- und Biodiversitätszielen: Stärkung der Umsetzung der NDC 3.0 sowie nationaler Biodiversitäts- und Anpassungsstrategien in Costa Rica und der Region
- Klimafinanzierung und Artikel 6: Entwicklung geeigneter Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Artikel 6 des Pariser Abkommens sowie Erschließung neuer und innovativer Finanzierungswege für Klimaschutz und Anpassung
- Naturbasierte Lösungen und Biodiversität: Ausweitung bewährter naturbasierter Lösungen sowie Stärkung von Wissen, Monitoring und wissenschaftlichen Grundlagen für den Schutz der biologischen Vielfalt und die Anpassung an den Klimawandel
- Resilienter Energiesektor: Förderung dezentraler Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und von Energiespeichern sowie Unterstützung von Politik, Unternehmen und weiteren Akteuren bei der Umsetzung innovativer Energielösungen
- Regionale Zusammenarbeit und Wissenstransfer: Vernetzung von Akteuren in Zentralamerika und der Karibik, Austausch von Erfahrungen und Übertragung erfolgreicher Ansätze auf weitere Länder und Regionem
- Funktion als IKI-Schnittstelle: Förderung des Dialogs über Klima und Biodiversität zwischen den IKI-Projekten in der Region sowie zwischen weiteren Akteurinnen und Akteuren (Vernetzungsangebote und Wissensmanagement)
Kontakt zum Projekt
In Kürze
Region: Lateinamerika
Einwohnerzahl: 5,1 Mio. (Weltbank, 2025)
CO2eq-Emissionen gesamt (inkl. LULUCF): 17 Mio. t (ClimateWatch, 2023)
CO2eq-Emissionen pro Kopf (inkl. LULUCF): 3,6 t (ClimateWatch, 2023)
Gesamtenergieversorgung (IEA, 2024):
- 14 % Wasser
- 24 % Wind, PV etc.
- 8 % Biomasse / Abfall
- 55 % Öl
- 89 % EE im Strommix (10 % Wind, 1 % PV)
IKI-Projekte im Land (Stand: September 2026):
- bilateral: 4 laufend, 10 abgeschlossen
- regional: 9 laufend, 9 abgeschlossen
- global: 13 laufend, 23 abgeschlossen
NDC-Partnerschaft: Länderseite
IKI-Partnerministerien:
- Ministerium für Umwelt und Energie (MINAE)
- Ministerium für Landwirtschaft und Viehzucht (MAG)
- Finanzministerium (Hacienda)
- Nationales System von Schutzgebieten (SINAC)
Die IKI-Strategie
Die IKI will maximale Wirkungen für den Schutz des Klimas und der Biodiversität erreichen. Dazu konzentriert sie die Förderaktivitäten auf priorisierte Handlungsfelder innerhalb der vier Förderbereiche. Ein weiteres zentrales Element ist die enge Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnerländern, insbesondere mit den Schwerpunktländern der IKI.
Einblicke in die Projektarbeit
Projekte der Mitigation Action Facility
Übersicht: Partnerländer der IKI
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