Die Zusammenarbeit der IKI mit ihren Partnerländern

Stand: Februar 2026

Mit der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) fördert die Bundesregierung insbesondere über Ideenwettbewerbe Projekte mit maximaler Wirkung für den Schutz des Klimas und den Erhalt der biologischen Vielfalt. Dazu hat sie sich mit der IKI-Strategie 2023 klare geografische und thematische Prioritäten gesetzt: Die IKI konzentriert ihre Förderung vor allem auf ihre Schwerpunktländer und strategischen Handlungsfelder. 

Globale Gerechtigkeit bei der gemeinsamen Krisenbewältigung

Die Idee dahinter ist, dass die Weltgemeinschaft die Klima- und die Biodiversitätskrise nur bewältigen kann, wenn alle Länder an einem Strang ziehen – und in Abhängigkeit von ihrer jeweiligen Situation einen eigenen Beitrag leisten. Im Sinne einer globalen Gerechtigkeit tragen die Industrieländer dabei eine besondere Verantwortung, denn: Entwicklungsländer haben zur Erderwärmung bislang wenig beigetragen. Sie sind dagegen von den Folgen besonders stark betroffen.

Gleichzeitig steigen insbesondere in den Schwellenländern die Emissionen rasant an. Die IKI unterstützt daher Schwellen- und Entwicklungsländer dort, wo sie mit den vorhandenen Ressourcen die größtmögliche Wirkung entfalten kann. 

Die geografische Ausrichtung der IKI

Auswahl der Partnerländer 

Als Partnerländer der IKI kommen grundsätzlich alle Empfängerländer offizieller Entwicklungszusammenarbeit (ODA) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Betracht.

Mit der Strategie der Internationalen Klimaschutzinitiative bis 2030 konzentriert das Förderprogramm seine Zusammenarbeit auf bestimmte Schwerpunktländer, die nach folgenden Kriterien ausgewählt wurden: 

  • hoher und/oder stark steigender Ausstoß von Treibhausgasen;
  • große Bedeutung für den globalen Biodiversitätsschutz; 
  • regionale Vorreiter, die sich durch starkes politisches Engagement für den Klima- und Biodiversitätsschutz auszeichnen. 

Die IKI-Schwerpunktländer 

Zu den IKI-Schwerpunktländern gehören Brasilien, China, Costa Rica, Indien, Indonesien, Kolumbien, Mexiko, Peru, Philippinen, Südafrika, Thailand, Türkei, Ukraine und Vietnam.

Bereits heute verursachen diese 14 Länder gemeinsam fast 50 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen beziehungsweise rund 80 Prozent der Emissionen der Entwicklungs- und Schwellenländer. In den IKI-Schwerpunktländer finden sich zudem 25 der globalen Biodiversitäts-Hotspots, in denen eine außergewöhnlich hohe Konzentration endemischer Arten von einem erheblichen Verlust an Lebensraum betroffen ist. Dieser Effekt wird durch den Klimawandel weiter verstärkt. In diesen Hotspots befinden sich die verbleibenden Lebensräume von 44 Prozent aller Pflanzenarten und 35 Prozent aller Wirbeltierarten weltweit.

Die IKI will bis 2030 rund 80 Prozent der Mittelzusagen für bilaterale Projekte auf ihre Schwerpunktländer konzentrieren. Das bedeutet, dass die Arbeit mit diesen 14 Partnerländern schrittweise intensiviert wird. 

Die Auswahl der Schwerpunktländer wird bei sich verändernden Bedingungen anhand der genannten Kriterien angepasst. Dies betrifft insbesondere das Engagement der IKI in Afrika: Trotz der großen Bedeutung des Kontinents für den globalen Klima- und Biodiversitätsschutz ist derzeit mit Südafrika nur ein afrikanisches Land als IKI-Schwerpunktland definiert. 

Schnittstellenprojekte für die politische und fachliche Vernetzung in der Region 

In den Schwerpunktländern gibt es sogenannte IKI-Schnittstellenprojekte, die Büros in den Hauptstädten betreiben. Neben ihrem eigenen landesspezifischen Projektauftrag gehört es zu den Aufgaben der Schnittstellenprojekte, 

  • in engem Austausch mit den für Klima, Energie und Biodiversität zuständigen Fachministerien und den Deutschen Botschaften vor Ort zu arbeiten sowie
  • alle IKI-Projekte im Land miteinander zu vernetzen und so Synergien für die Projektarbeit zu fördern.

Die Schwerpunktländer in den IKI-Calls 

IKI Large Grants 

Seit 2025 adressiert die IKI mit den IKI Large Grants jährlich aktuelle Herausforderungen im Klimaschutz, im Bereich Anpassung an den Klimawandel und beim Biodiversitätserhalt.

Die jeweiligen Themen- und Länderschwerpunkte der IKI Large Grants Calls orientieren sich an den Ergebnissen internationaler Verhandlungen, die im Zusammenhang mit der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) und dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD) geführt werden.

Die Länderschwerpunkte werden jeweils eng mit den Partnerministerien der entsprechenden IKI-Schwerpunktländer abgestimmt. Auch die Bewertung und Auswahl der Skizzen für Länderschwerpunkte erfolgt in enger Abstimmung mit den Partnerministerien.

Alle Details zu den IKI Large Grants
 

2017 bis 2024: IKI-Ländercalls

Von 2017 bis 2026 führte die IKI gemeinsam mit den Partnerregierungen in den meisten Schwerpunktländern länderspezifische, bilaterale Förderaufrufe (sogenannte Ländercalls) durch. Ziel der Ländercalls war es, den Fokus auf ein bis zwei Klima- oder Biodiversitätsthemen zu legen, die eng mit der jeweiligen Partnerregierung abgestimmt wurden.

Weitere Informationen zu den abgeschlossenen Ländercalls finden Sie hier.

Die Schwerpunktländer der IKI

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